Zeit – mit Tieren

Copy Right: Bibi Degn

Zeit, dieses Phänomen, das angeblich nicht existiert und uns dennoch so viel beschäftigt.

Hektische Betriebsamkeit, Bemühen um Schnelligkeit in vielen Belangen, immer mehr Termine in immer kürzeren Abständen, Freizeit, die vollzupacken ist mit Aktivitäten, Zeitmanagement, das uns hilft mehr Dinge in weniger Zeit zu packen, und dennoch zu überleben – wir alle kennen das. Zeit, nur eine Abstraktion von etwas, was wir nicht verstehen, etwas nicht Wahrnehmbares, etwas nicht Greifbares, etwas, so eine häufige Klage, das wir nicht „haben“. Zeit haben wir nur, wenn wir sie loslassen – aber wie könnten wir das in einer Welt, in der alles immer schneller werden muss? Alleine die Aussage „Zeit haben“ ist völlig absurd und dennoch eine täglich verwendete Floskel.

Es gibt (nur?) eine (vorübergehende und vielleicht auch nachhaltige, persönliche und vielleicht auch kollektive) Lösung für unsere Not mit der Zeit. Das Erfahren von Kontakt mit der Tiefe unserer eigenen Wesenheit. Momente, in denen wir in wahrem Kontakt mit unserem Wesen sind, sind zugleich Momente der Freiheit von der Not der Hast. Das Erkennen, dass dieser Teil meiner Selbst, der gefallen will, der keine Fehler machen will, der sich sorgt und der sich schuldig fühlt, der nichts versäumen will, der gerne hilft und der geliebt werden will, dass dieser Teil meiner Selbst nur ein Ausdruck von mir ist, aber darunter noch etwas Anderes liegt. Nämlich eine große Sinnhaftigkeit meiner Existenz, die will, dass ich in Perfektion und Liebe in mir verwirkliche, was für mich gemeint ist.

Foto: Lara Meiburg

Blitzlichter, Ahnungen, Erfahrungen, Momente davon kennen Viele – Momente, in denen wir aus unserer so wichtigen alltäglichen Wirklichkeit herausgehoben in tiefem Kontakt mit etwas sind, das uns berührt. Etwas Anderes, etwas Tiefes, etwas, was der Kopf nicht verstehen kann und muss, etwas Faszinierendes. Diese Erfahrung kann eine Erfahrung des „Flow“ in einer handwerklichen oder künstlerischen Tätigkeit (oder des TTouch am Tier) sein, kann durch die Teilnahme an einem spirituellen Kreis ausgelöst werden, kann durch eine Erfahrung mit Drogen, Sexualität oder eine körperliche Grenzerfahrung wie im Sport bewirkt werden, oder auch durch eine persönliche freud- oder leidvolle Erfahrung, die so überwältigend ist, dass sie unser Wollen und Tun und Machen ausschaltet.

Sich dieser Berührung mit dem tiefen Wesen in uns mehr zu öffnen, bedeutet Sinneserfahrungen zu sammeln und zu verfeinern. Feinfühlig zu werden für die leise Stimme in uns, die in uns hineinfühlen lässt. Das Fühlen „des inneren Körpers“, der sich, wie Eckart Tollei es ausdrückt, an der Schwelle zwischen meiner Identität als Form und meiner Identität als Essenz, meiner wahren Natur befindet.

Das Fühlen ist auch Wesen unserer Arbeit mit Tieren, auch in mich zu fühlen. Das Fühlen in meinen inneren Körper und das äußerliche Fühlen sind oft nicht mehr zu trennen. Während ich mit meinen Händen oder meinem ganzen Wesen in Kontakt mit dem Tier gehe, erlebe ich Wege aus der Verflachung, die wir mit der ewigen Zeitnot in unserem Alltag erfahren. Wahrzunehmen ohne zu werten ist eine der so wichtigen „Exerzitien“ der Ausübenden der Tellington Arbeit. Genau das lernen wir auch mit uns selbst zu tun. Nur eine Wahrnehmung ohne gleichzeitige Wertung öffnet mir den Weg zu tieferen Dimensionen meines Erfühlens und Seins.

Vielleicht ist das auch eine Erklärung, warum es Vielen schwer fällt, zu Hause die Tellington-Arbeit anzuwenden, da sie etwas mit der Tiefe des Seins zu tun hat und nicht in Hast und Eile des alltäglichen Lebens zu bewältigen ist. Aus einer Ebene des Seins in diese andere zu gehen bedeutet meist, Widerständen zu begegnen. Und diese erkennt man oft daran, dass sie zu uns sagen: „Dazu hast du jetzt keine Zeit!“

Die Berührung von Tiefe ist aber vielleicht auch der Grund, warum Viele unserer Auszubildenden die Kreise lieben, in denen wir gemeinsam die Zeit anhalten und in die Verbundenheit mit dem Leben eintauchen. Es mag auch die Erklärung dafür sein, warum ich in meiner Arbeit mit Tieren vielfach die Zeit vergesse – denn plötzlich existiert sie nicht mehr. Was ja stimmt.

i siehe Eckhart Tolle: Die Kraft der Gegenwart, S 124

Zwei- und vierbeinige Liebe

Liebe, was ist denn das? 

Copy Right Bibi Degn

Freundesliebe, Partnerschaft, erwiderte und nicht erwiderte Liebe, platonische und erotische Liebe, selbstlose Liebe, Liebe auf den ersten Blick, Mutter-und Vaterliebe, Nächsten- und Feindesliebe, Verliebtheit, Liebe zur Natur, mystische Liebe, und last, but not least: Selbstliebe. Wenn man von Liebe spricht, kann es eigentlich sehr viel Verschiedenes sein- aber eines bleibt: Es ist dieses Gefühl das wir alle kennen und herauslocken können, wenn wir an uns einen Herz-TTouch machen! 

Schmetterlinge im Bauch?

Ich war perplex. Ich weiß nicht mehr, wer es war- aber sie sagte zu mir: „Ich hasse es, wenn ich verliebt bin”. Sind doch sonst die Verliebten immer euphorisch? Nach längerem Nachdenken konnte ich verstehen. Alles was wichtig war (und vernunftsmäßig auch ist) wird plötzlich völlig unwichtig: Die Menschen, denen man verbunden ist, werden vernachlässigt, Termine abgesagt, wichtige Prüfungen verlegt, man tendiert zu Fehleinschätzungen und lässt sich auf Wagnisse ein, die, naja…. Verliebtheit bringt unser Leben ganz schön durcheinander. Verliebtheit dauert, habe ich gelesen, ein Jahr, oder eineinhalb Jahre, dann ist die Zeit mit diesem besonderen Hormon-Cocktail vorüber. Wenn man Glück hat, wird Liebe draus. Wer Verliebtheit nie erlebt hat, fragt sich, ob er/sie etwas Wesentliches versäumt hat. Vielleicht nicht. Beziehungen scheinen recht unabhängig von der großen Verliebtheit manchmal hervorragend und manchmal nicht zu funktionieren. Weil die Verliebtheit nicht alles ist, vielleicht sogar gar nicht so wichtig – jedenfalls ist es etwas anderes als Liebe.
Wir reden außerdem hier von Tieren und nicht von Zweierbeziehungen. Auch da gibt es das, oder? Die Hingezogenheit zu einem Tier, das so gar nicht dem entspricht, was die Vernunft gesagt hat und was alle Freundinnen und die Tierärztin nach der Ankaufsuntersuchung raten – dennoch muss es eben sein. Aber auch hier- Beziehungen funktionieren oft ganz unabhängig von der großen Verliebtheit hervorragend. Es gibt ebenso viele Mensch-Tier-Beziehungen, die sich erst langsam aus dem Schlamm wühlen müssen, wie es jene mit der Liebe auf den ersten Blick gibt, jene, bei denen man im ersten Moment weiß, dass man füreinander bestimmt ist.

Man läuft Gefahr, ein bisschen zu weinen…

Man läuft Gefahr, ein bisschen zu weinen, wenn man sich hat zähmen lassen…”, sagt A. de Saint Exupérie im kleinen Prinzen. Man läuft auch Gefahr, ein bisschen zu weinen, wenn man Liebe zulässt. Weiterlesen

Muss man Tiere einschüchtern?

Einschüchterungs – Versuche gegenüber Tieren

Seit ich mit Tieren arbeite, begegnen mir Meinungen, dass man Tiere auf eine gewisse Art einschüchtern müsse.

Ich möchte in ein paar Zeilen teilen, warum ich in der Arbeit mit Pferden, wie mit Hunden oder anderen Tieren auf körperliche und psychische Einschüchterung zu verzichten trachte:

Die Bandbreite ist groß: Von lauten Worten, über Wedeln mit Gegenständen, aufstampfen, Zufügen von Schmerzen, das Bewirken von Angst auf die eine oder andere Weise. Ich möchte all das vermeiden. 

Der erste Grund ist, weil ich gerne auf Freundschaft setze– und auch meine Freund*innen nicht einschüchtere, um sie zu solchen zu machen. Und es kann ganz schön schief gehen, wenn ich im Tiertraining auf Einschüchterung setze.

Einschüchterung, die vom Timing und konsequenten Einsatz nicht perfekt ist, läuft auf Misshandlung heraus. Da ich mich also mit Timing und Konsequenz auseinander setzen muss, kann ich die Ziele auch mit positiver Verstärkung erreichen.

Die Bandbreite ist groß: Von lauten Worten, über Wedeln mit Gegenständen, aufstampfen, Zufügen von Schmerzen, das Bewirken von Angst auf die eine oder andere Weise. Ich möchte all das vermeiden. 

Der erste Grund ist, weil ich gerne auf Freundschaft setze– und auch meine Freund*innen nicht einschüchtere, um sie zu solchen zu machen. Und es kann ganz schön schief gehen, wenn ich im Tiertraining auf Einschüchterung setze.

Einschüchterung, die vom Timing und konsequenten Einsatz nicht perfekt ist, läuft auf Misshandlung heraus. Da ich mich also mit Timing und Konsequenz auseinander setzen muss, kann ich die Ziele auch mit positiver Verstärkung erreichen.

Einschüchterung treibt Tiere in die Ecke. Ist der Ausweg in erwünschtes Verhalten nicht erkennbar oder machbar, kann sehr unerwünschtes Verhalten auftreten: gefährliche Situationen entstehen (man denke an den Hund, der eingeengt wird – oder an ein Pferd auf der Anhängerrampe)

 Einschüchterung führt zu Meideverhalten: Die Tiere lernen, dem Menschen aus dem Weg zu gehen. Vielfach lernen sie auch schlicht, dass ein Verhalten dann gefährlich ist, wenn ein Mensch in der Nähe ist (das Klauen vom Tisch zB). 

Der Verlust von Vertrauen führt zu einem Verlust an Einfluss.

Da Einschüchterung auch oft dazu führt, dass Tiere ein Verhalten einstellen, lädt es die Halter*innen zu weiteren Einschüchterungs-Aktionen ein – das heißt, es verändert unser Menschen-Verhalten hin zu mehr Gewalttätigkeit, einer Eskalation der Misshandlung: Einerseits gewöhnen sich Tiere an Strafreize, andererseits tendieren Menschen dazu, diese Strafreize weiter zu erhöhen, wenn er gewünschte Erfolg nicht eintritt.
Die Verunsicherung macht Tiere weniger kreativ in der Zusammenarbeit: Sie werden zögerlich, Neues auszuprobieren.

Einschüchterung erhöht die Emotionalität. Überlegtes Handeln wird unwahrscheinlicher. Bei Mensch (Trainer*in) und Tier. Verhalten, das bereits emotional gesteuert ist (Unsicherheit) kann durch Einschüchterung nicht umgekehrt werden.

  Einschüchterung führt zu Verunsicherung und Stress. Das Gehirn kann unter Stress wesentlich schlechter lernen, als in einem Modus der Ruhe und des Vertrauens. Die Entscheidungen im Stress sind von Überlebensstrategien geprägt (Flucht, Kampf, Erstarren). Einschüchterung kann zu reaktivem Verhalten führen, das ohne warnende Vorzeichen auftreten und das Tier selbst, wie das Umfeld gefährden kann.

 

Körperbänder

Körperbänder für Pferde

„Von den Hunden kennen wir Untersuchungen zur Benützung von „thundershirts“. Welche Erfahrungswerte gibt es mit dem Körperband bei Pferden?“
Diese Frage wurde mir auf der Jahrestagung der ffp in Freising gestellt. Ich fand die Frage interessant. Für mich ist es so zielführend, Körperbänder zu benutzen. So wundere ich mich, warum das nicht Alle tun.

Diese lustige Momentaufnahme machte Leonie Hochrein. Sie entstand anlässlich eines Jungpferdekurses. Auch ein ‚Körperband‘ – aber besonders interessant – ist die Kopfbandage, oft auch Denkermütze genannt. Mehr dazu unten. 

Ein Körperband ist eine elastische Bandage, die man an den Körper eines Pferdes legt. Weder soll sie straff gezogen werden, noch locker durchhängen, sondern sie soll einen weichen Kontakt machen, um die Propriozeption, die Körper-Selbstwahrnehmung zu unterstützen.

Es gibt folgende Erfahrungswerte über den Einsatz von Körperbändern:

 

Foto: Leonie Hochrein

Junge Pferde lernen, Equipment am Körper zu tragen, sowie sich gurten zu lassen, ohne abzubuckeln und die Erfahrung von Hilflosigkeit zu speichern.

  • Unsicheren Pferden gibt das Körperband Sicherheit
  • Hibbelige Pferde können durch den Einsatz des Körperbandes ruhiger werden
  • Unausgeglichene Pferde gewinnen ein besseres Gefühl für ihren Körper und damit mehr Balance und Stabilität
  • Pferde treten aktiver mit ihrer Hinterhand unter
  • Die vielfach festgehaltene Halsbasis- und Schulter-Partie ist leichter zu lösen.
Die oben genannten Kopfbandagen bewähren sich bei Pferden,
die steigen,
mit dem Kopf schlagen,
sich im Genick fest machen,
unkonzentriert sind,
den Kopf hoch tragen
oder schwierig zu trensen sind.
Mehr Information zu Körperbändern finden Sie in der Broschüre „gut gewickelt“ (für Hunde bzw. für Pferde), zu beziehen im Tellington TTouch Versandhandel, wo man auch Körperbänder bestellen kann.

Hunde-Bodenarbeit mit Spaß und Cavalettis

Ein Seminar zum Thema Cavaletti-Arbeit – spannend! Cavaletti sind seit jeher ein selbstverständlicher Bestandteil der Tellington – Bodenarbeit.
Cavaletti sind ein ebenso selbstverständlicher Bestandteil im Pferdetraining – warum nicht für Hunde!

Foto: L. Hochrein www.roadstori.es

Die Arbeit eignet sich für Hunde aller Größen, kann sehr aktive Hunde zu mehr Ruhe bringen – und sehr ruhige Hunde fröhlich machen. Sie verhilft Sporthunden zu mehr Konzentration, Koordination und Feinmotorik, ist für Familienhunde eine sinnvolle, gesunde Beschäftigung, notfalls auch im Wohnzimmer, ist gut für ältere und rekonvaleszente Hunde, da man sehr gelenkschonend arbeiten kann, fördert Feinmotorik und Geschicklichkeit, dient damit auch der Verletzungsverhinderung, dem Muskelaufbau nach OP etc – Konditionstraining – Spass und Abwechslung – Bindung und Aufmerksamkeit

Als Ausrüstung für den Hund eignen sich:

– Die Bienenleine
– Die Balance-Leine
– Das TTouch Brustgeschirr oder ein Anderes, das gut passt und Ring(e) weit vorne über den Schultern hat
– garnichts: Freifolge bzw. Arbeit mit Targets
Es gilt alles, was man von der Tellington-Bodenarbeit weiß – und hier kann man auch gut etwas mehr Tempo dazunehmen in den verschiedenen Gangarten der Hunde.

Fotos: Leonie, die Liebe…

Ein umfassendes und inspiriernedes Buch (80 Seiten, viele Abbildungen) dazu ist im Cadmos Verlag erschienen: Steffi Rumpf: Cavaletti-Training für Hunde. Gymnastik und Abwechslung für Jederhund. (übrigens sieht man auf Seite 50 „unsere“ Körperbänder an den Beinen eines Hundes)

 

Aber auch auf Youtube gibt es reichlich zu schauen zu diesem Thema. Gut gefallen hat mir ein Beitrag von PapillonHoney&friends – auch weil hier ein kleiner Hund mit seinen tendenziell flinken Bewegungen sehr präzise gearbeitet wird.

Wichtig zu erwähnen ist die Höhe der Cavaletti, weil hier der gesundheitsförderliche Aspekt verloren gehen könnte: Nehmen Sie zunächst Maß an der Höhe des Vorderfußwurzelgelenks (Handgelenks) Ihres Hundes. Und als Hindernisse dienen Ihnen Besenstiele, Dachlatten,  Stöcke, Leitern- oder alles Andere, was so herumliegt und lang und dünn ist.

 

Die Tellington TTouch Methode

Die Tellington TTouch® Methode

(c) Bibi Degn

ausdrucken – Text als pdf

Die Tellington TTouch Methode wird in Deutschland seit 1975 für Pferde und seit 1996 für Hunde gelehrt und als Zertifikatslehrgang zur Weiterbildung angeboten. Da diese Methode weder der Hunde-Ausbildung im herkömmlichen Sinne, noch der Heilpraxis klar zuzuordnen ist, soll sie im Folgenden kurz erklärt werden.

Die Tellington-Methode ist ein bewährter Weg, weltweit anerkannt (von Tierärzt/innen, Zooleiter*innen, Hundesportler*innen, Fachverbänden u.v.m.), und wird seit 40 Jahren täglich von Tierbersitzer*innen praktisch angewandt. Die Methode –ursprünglich für Pferde – hat sich aus empirischem Erfahrungsgewinn in einer Zeit entwickelt, als ganzheitliche Zugänge (die Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche, sowie Verhalten)  noch nicht wissenschaftlich untersucht wurden.

Ganzheitlichkeit Weiterlesen

Warum TTouch in tiergestützten Interventionen so beliebt ist

In der Arbeit von Animal Ambassadors wird der TTouch als sinnvolles Werkzeug für tiergestützte Interventionen empfohlen und erfolgreich eingesetzt – übrigens auch in Einrichtungen und Weiterbildungen tiergestützter Arbeit weltweit. TTouch ist eine Kerntechnik von Animal Ambassadors tiergestützten Interventionen.

Das Wohlbefinden der Tiere in der Tiergestützten Intervention (AAI und AAA)

Über die Jahre der Erfahrung mit tiergestützter Arbeit rückt das Wohlbefinden der Tiere, als Schlüssel zu qualitätsvoller Arbeit, immer mehr in den Fokus.

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Der Tellington TTouch wird seit 40 Jahren weltweit im Tiertraining unterrichtet. Es gibt zwei wesentliche Gründe, diese Methodik auch im tiergestützten Bereich einzusetzen:

1) Es gibt wenige Methoden, die eindeutig und zielführend dazu beitragen, das Wohlbefinden von Tieren zu unterstützen. TTouch kann das leisten, und vertieft und verfeinert die Kommunikation zwischen Tier und dem/der Halter/in, was in der Folge die Verbindung stärkt. Die Tellington TTouch Methode ist eine ganzheitliche Methode, die über den Wirkungkreis von Embodiment – siehe Wikipediaeinen Rahmen und Werkzeuge zu bieten hat, um Tiere in gute körperliche und emotionale Verfassung zu bringen.

2) Im Einsatz, der Arbeit mit Client/innen und Tieren bewähren sich die methodischen Ansätze der Tellington Arbeit:  Die theoretischen Konzepte von Bindungstheorie, Mindfulness (Achtsamkeit), lösungsorientierter Kurztherapie, Körperarbeit und gewaltfreier Kommunikation sind integrativer Bestandteil der Tellington Arbeit und in der Arbeit mit Techniken des TTouch werden diese Theorieansätze mit Leben und Wirksamkeit gefüllt.

Mehr dazu finden Sie in den einführenden Kursen von Animal Ambassadors bzw. der gesamten Weiterbildung zu pferdgestützten Interventionen.

 

 

 

Mein Pferd koppt!

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10 Tipps für Hunde mit Berührungsangst

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Hier sind einige Tipps, wie man Hunde an Berührungen heranführen kann, die  berührungsempfindlich sind:

1) Ich setze, knie, hocke mich neben den Hund und vermeide, mich über den Hund zu beugen.

2) Bevor ich meine Hand an den Hund lege, nehme ich einen kleinen Moment (der kann sehr klein sein!) und bringe mich mental in Verbindung. Ein kleines inneres „Hallo, darf ich dich anfassen?“

3) Ich atme aus, während ich die Hand zum Hund führe.

4) Ich lege die Hand im Bereich des Nackens oder der Schulter, etwas seitlich an, und berühre nicht als erstes den Kopf- auch wenn ich das noch so gerne möchte als Mensch ?

5) Ich lege die Hand mit Selbstverständlichkeit auf den Hundekörper, so dass es nicht die Qualität von „anschleichen“ hat.

6) Der Handrücken ist weniger invasiv und bedrohlich als die Handinnenfläche. Ich kann meinen Hund sehr gut mit den Hand- und Fingerrücken abstreichen.

7) Lange Striche mit meiner Hand sind für das Nervensystem angenehmer als viele kurze Striche.

8) Nach dem ersten Abstreichen mache ich eine Pause, ich nehme meine Hand wieder zurück, atme aus, gehe mit der Aufmerksamkeit zu meinem Körper, meiner Atmung, meinem Körper und erwarte „die Antwort“ des Hundes in seiner Körper- und Ausdruckssprache. Viele Hunde nutzen diesen Moment der Pause, um sich anders zu positionieren, wegzugehen, sich hinzulegen oder Kommunikationssignale zu geben.

9) Ähnlich wiederhole ich den Vorgang und lege weiterhin oft Pausen ein. Meine Druckstärke ist sehr gering, meine Aufmerksamkeit ist fühlend, forschend, neugierig und meine Bewegungen sind sehr ruhig.

10) Wenige kleine Momente können ein guter Anfang sein! Eventuell lässt sich mein Hund auch lieber während des Spaziergangs anfassen als zu Hause im Körbchen- dann nehme ich diese Möglichkeit mit und bin dabei achtsam, sensibel und zurückhaltend mit Druckstärke und Dauer der Berührungen.

Weshalb soll ich einen berührungsempfindlichen Hund überhaupt streicheln/berühren/mit TTouch berühren wollen?

Ein Körper, der sich nicht gerne anfassen lässt, ist nicht in seiner besten Verfassung. Vertrauen und Wohlbefinden können gestärkt werden, indem man den Hund lehrt, wohltuende BErührungen zu genießen.

Darüber hinaus ist es sehr hilfreich, wenn Hunde lernen, sich überall am Körper anfassen zu lassen, zb auch für Besuche bei Tierärztin oder Tierarzt.

 

Ein paar Tipps für das Anreiten junger Pferde

Vorbereitung junger Pferde auf die Arbeit unter dem Sattel
Bodenarbeit nach der Tellington TTouch Methode

Eine Schlüsselerfahrung im Leben der meisten Pferde ist die Gewöhnung an Sattelzeug und Reiter. Manche Ausbilder konfrontieren das Pferd mit der Forderung, sich reiten zu lassen und nehmen den folgenden Konflikt auf sich. Die Tellington Methode „schneidet die Aufgabe in hauchdünne Scheiben“ und geht konfliktfrei aus der Situation – und mit einem vertrauensvollen Pferd.

Sehe ich mir die Aufgabenstellung „Gerittenwerden“ aus der Sicht des rohen Pferdes an, so ergeben sich folgende kritische Momente:

– die Bedrohung durch etwas (einen Menschen) von oben,
– Druck und Beengung durch das Sattelzeug
– irritierende (da ungelernte, unverständliche) Hilfengebung und Einwirkung
– Balanceprobleme, da mangelhafte Körperbeherrschung

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Bodenübungen helfen mir in der Arbeit mit Jungpferden, die problematischen Punkte des Geritten-Werdens zu überwinden:

Die Bedrohung durch den Menschen von oben
Ich gewöhne das Pferd im Laufe der Bodenarbeit daran, ruhig und gelassen unter Dingen durchzu-gehen, zuletzt auch unter einer Plastikplane. Diese war vorher am Boden und seitlich eingesetzt worden, und ist dem Pferd bekannt. Es hatte gelernt, den Fluchtinstinkt zu überwinden und mit Bedacht an dieses zunächst beängstigende Ding heranzugehen.
Wir stellen uns auf Strohballen, das junge Pferd geht in Ruhe daran vorbei, bleibt stehen, und ge-nießt den TTouch® (Körperarbeit) von diesen Menschen hoch oben.
Der Schritt von da bis zum ersten Aufsteigen ist ein weiterer kleiner Fortschritt und kein Einbruch.

Druck und Beengung durch das Sattelzeug
Mit Körperseil und Körperbandage als erstem Schritt und später den Aufgaben des Fahrens vom Boden, lehre ich das Pferd, bereitwillig allerlei Material auf seinem Körper zu tragen.
Auch bei den empfindlichsten Pferden habe ich keine Probleme mit dem ersten Satteln, seit ich sie auf den Druck des Gurtes vorbereite: Eine elastische Bandage als Körperband, mit einem gefalteten Tuch, später mit einem Gurt, nehmen wir sanft Druck auf und geben dann langsam wieder nach. Diese Technik als ein Teil der Körperarbeit ist dem Pferd bekannt und sehr angenehm. Der Schritt zum ersten Gurten ist eine Weiterführung dieser Technik und die Pferde nehmen den Sattelgurt an, ohne jemals zu bocken oder die Atmung anzuhalten.

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Irritierende, da unverständliche Hilfengebung und Einwirkung
Die Arbeit in verschiedenen Führpositionen zwischen den Hindernissen führen zu konzentrierter Mitarbeit auf die feinsten Signale, Kooperation und Mitdenken. Das Pferd erfährt, daß jedes kleine Zeichen seine Bedeutung hat, und entwickelt Freude daran, seine Aufgaben zu erfüllen.
Während des Fahrens vom Boden lernen meine vierbeiningen Schüler selbständig zu arbeiten, die Signale zu verstehen, wenn auch der hilfengebende Mensch nun nicht mehr immer neben dem Pferd herläuft – wie es ja auch beim Reiten sein wird. Dabei arbeite ich immer zunächst zu zweit am Pferd, ein/e Helfer*in an der Führleine und eine/r an den Fahrleinen.
„Lenkung und Bremse“ sind nunmehr eingebaut und mein Ausbildungs-Pferd wird danach auch fein auf den Halsring oder Balancezügel reagieren.

Balanceprobleme: Die verschiedenen Bodenhindernisse, wie Labyrinth, Stern etc. eignen sich hervorragend für die Schulung von Balance und Koordination, wesentlich ist das WIE der Ausführung: Viele Bodenarbeits-Übungen sehen einfach aus, bringen ihren Erfolg aber erst durch die Beachtung vieler kleiner Details.

Tellington Bodenarbeit

Zwei häufig vorkommende Balanceprobleme, die auch die Arbeit unter dem Sattel erschweren:
1) das „Fallen“ nach vorne: Stellen wir uns unser Pferd als Gegenstand vor, schmal unterstützt durch vier Beine und eine Verlängerung (Hals) mit einem Gewicht am Ende (Kopf), so wäre uns klar, daß dieser Gegenstand eine Tendenz hat, auf den Kopf zu fallen. Oft arbeite ich mit Pferden, die dieselbe Tendenz haben und deshalb ihre Beine (mehr oder weniger schnell) vorsetzen müssen, um dem Drängen der Masse nachzukommen. Deshalb zeige ich ihnen, daß sie auf feine Signale mit Führleine, Gerte und Fahrleinen ihren Schwerpunkt nach hinten verschieben können und somit weniger umreflektiertem Vorwärtsdrang unterliegen. Diese Übung schult zugleich den Charakter: Die Pferde lernen, sich zurückzunehmen.
2) Das Fallen auf die äußere oder innere Schulter: Die natürliche Schiefe führt dazu,daß viele Pferde in der Wendung auf die eione oder andere Schulter fallen und ihr Gleichgewicht verlieren. Mittels der Tellington Bodenarbeits-Übungen lernen meine Ausbildungspferde bereits jetzt die Technik, sich zu biegen, und gesetzt um eine ziemlich enge Wendung zu gehen. Das Labyrinth ist ein wun-derbares Mirttel für diese Übung. Ich führe langsam und halte immer wieder an, um das Pferd neu auszubalancieren.

Khabar_komp

Falls Sie unsicher über die Ausführung der Aufgaben sind, falls Sie ihr Pferd so kleinschrittig anreiten wollen, dass es jeden Schritt versteht, holen Sie sich Hilfe bei einem Tellington-Practitioner oder in der Literatur, damit ihre Bemühungen auch wirklich den gewünschten Erfolg bringen.

Literatur: Tellington-Training für Pferde, bzw. Pferde ausbilden mit dem Tellington-Training: TTouch, Bodenarbeit, Reiten www.tteamshop.de