Körperbänder

Körperbänder für Pferde

„Von den Hunden kennen wir Untersuchungen zur Benützung von „thundershirts“. Welche Erfahrungswerte gibt es mit dem Körperband bei Pferden?“
Diese Frage wurde mir auf der Jahrestagung der ffp in Freising gestellt. Ich fand die Frage interessant. Für mich ist es so zielführend, Körperbänder zu benutzen. So wundere ich mich, warum das nicht Alle tun.

Diese lustige Momentaufnahme machte Leonie Hochrein. Sie entstand anlässlich eines Jungpferdekurses. Auch ein ‚Körperband‘ – aber besonders interessant – ist die Kopfbandage, oft auch Denkermütze genannt. Mehr dazu unten. 

Ein Körperband ist eine elastische Bandage, die man an den Körper eines Pferdes legt. Weder soll sie straff gezogen werden, noch locker durchhängen, sondern sie soll einen weichen Kontakt machen, um die Propriozeption, die Körper-Selbstwahrnehmung zu unterstützen.

Es gibt folgende Erfahrungswerte über den Einsatz von Körperbändern:

 

Foto: Leonie Hochrein

Junge Pferde lernen, Equipment am Körper zu tragen, sowie sich gurten zu lassen, ohne abzubuckeln und die Erfahrung von Hilflosigkeit zu speichern.

  • Unsicheren Pferden gibt das Körperband Sicherheit
  • Hibbelige Pferde können durch den Einsatz des Körperbandes ruhiger werden
  • Unausgeglichene Pferde gewinnen ein besseres Gefühl für ihren Körper und damit mehr Balance und Stabilität
  • Pferde treten aktiver mit ihrer Hinterhand unter
  • Die vielfach festgehaltene Halsbasis- und Schulter-Partie ist leichter zu lösen.
Die oben genannten Kopfbandagen bewähren sich bei Pferden,
die steigen,
mit dem Kopf schlagen,
sich im Genick fest machen,
unkonzentriert sind,
den Kopf hoch tragen
oder schwierig zu trensen sind.
Mehr Information zu Körperbändern finden Sie in der Broschüre „gut gewickelt“ (für Hunde bzw. für Pferde), zu beziehen im Tellington TTouch Versandhandel, wo man auch Körperbänder bestellen kann.

Mit den Füßen achtsam die Erde berühren

Füße berühren

 

 

 

 

Es gibt eine Meditation, die heißt: „Mit den Füßen achtsam die Erde berühren“.

Heute war ich in Dortmund. In der Mittagspause unserer Arbeit lief ich durch die Innenstadt, auf der Suche nach einem Fleckchen grün für meine Hündin. Ich erinnerte mich an diese Übung. Das veränderte meinen Gang und meine innere Haltung sofort- und sehr angenehm. So lief ich eine halbe Stunde durch die Stadt und berührte die Erde achtsam mit meinen Füßen. Ich bin übrigens sicher, von solch einem Stadtbummel hat man abends keine bleiernen Beine.

Spannend war: Tiponi lief sofort anders an der Leine. Auch ihre kleinen Füßchen setzten viel bewusster auf. Sie war ganz bei sich und bei mir. Gut, weiter experimentieren war der Plan.

Zu Hause angekommen schien noch die Abendsonne und ich hatte Lust auf einen kleinen Ausritt zum Ausspannen. Nun ging es mehr um Khabars Füße, als um meine. Ich musste nur denken „achtsam die Erde berühren“, und mein Sitz öffnete sich, gleichzeitig wurden seine Tritte rhythmisch, weich. Er trug eindeutig weniger Last auf der Vorhand.

Wie sich diese innere Arbeit immer wieder nach außen überträgt! Der Gedanke wirkte, was dann in meinem Körper geschah konnte ich einfach beobachten.

Diese heutige Erfahrung erinnerte mich an eine Reitstunde mit Anja Görtzen. Anja hatte zu mir gesagt: „Stell dir vor, dein Pferd hätte Katzenpfötchen!“ – es machte etwas ganz Ähnliches.