Muss man Tie­re ein­schüch­tern?

Apr 4, 2018

Ein­schüch­te­rungs – Ver­su­che gegen­über Tie­ren

Seit ich mit Tie­ren arbei­te, begeg­nen mir Mei­nun­gen, dass man Tie­re auf eine gewis­se Art ein­schüch­tern müs­se.

Ich möch­te in ein paar Zei­len tei­len, war­um ich in der Arbeit mit Pfer­den, wie mit Hunden oder ande­ren Tie­ren auf kör­per­li­che und psy­chi­sche Ein­schüch­te­rung zu ver­zich­ten trach­te:

Die Band­brei­te ist groß: Von lau­ten Wor­ten, über Wedeln mit Gegen­stän­den, auf­stamp­fen, Zufü­gen von Schmer­zen, das Bewir­ken von Angst auf die eine oder ande­re Wei­se. Ich möch­te all das ver­mei­den. 

Der ers­te Grund ist, weil ich ger­ne auf Freund­schaft set­ze- und auch mei­ne Freund*innen nicht ein­schüch­te­re, um sie zu sol­chen zu machen. Und es kann ganz schön schief gehen, wenn ich im Tier­trai­ning auf Ein­schüch­te­rung set­ze.

Ein­schüch­te­rung, die vom Timing und kon­se­quen­ten Ein­satz nicht per­fekt ist, läuft auf Miss­hand­lung her­aus. Da ich mich also mit Timing und Kon­se­quenz aus­ein­an­der set­zen muss, kann ich die Zie­le auch mit posi­ti­ver Verstär­kung errei­chen.

Die Band­brei­te ist groß: Von lau­ten Wor­ten, über Wedeln mit Gegen­stän­den, auf­stamp­fen, Zufü­gen von Schmer­zen, das Bewir­ken von Angst auf die eine oder ande­re Wei­se. Ich möch­te all das ver­mei­den. 

Der ers­te Grund ist, weil ich ger­ne auf Freund­schaft set­ze- und auch mei­ne Freund*innen nicht ein­schüch­te­re, um sie zu sol­chen zu machen. Und es kann ganz schön schief gehen, wenn ich im Tier­trai­ning auf Ein­schüch­te­rung set­ze.

Ein­schüch­te­rung, die vom Timing und kon­se­quen­ten Ein­satz nicht per­fekt ist, läuft auf Miss­hand­lung her­aus. Da ich mich also mit Timing und Kon­se­quenz aus­ein­an­der set­zen muss, kann ich die Zie­le auch mit posi­ti­ver Ver­stär­kung errei­chen.

Ein­schüch­te­rung treibt Tie­re in die Ecke. Ist der Aus­weg in erwünsch­tes Ver­hal­ten nicht erkenn­bar oder mach­bar, kann sehr uner­wünsch­tes Ver­hal­ten auf­tre­ten: gefähr­li­che Situa­tio­nen ent­ste­hen (man den­ke an den Hund, der ein­ge­engt wird — oder an ein Pferd auf der Anhän­ger­ram­pe)

 Ein­schüch­te­rung führt zu Mei­de­ver­hal­ten: Die Tie­re ler­nen, dem Men­schen aus dem Weg zu gehen. Viel­fach ler­nen sie auch schlicht, dass ein Ver­hal­ten dann gefähr­lich ist, wenn ein Mensch in der Nähe ist (das Klau­en vom Tisch zB). 

Der Ver­lust von Ver­trau­en führt zu einem Ver­lust an Ein­fluss.

Da Ein­schüch­te­rung auch oft dazu führt, dass Tie­re ein Ver­hal­ten ein­stel­len, lädt es die Halter*innen zu wei­te­ren Ein­­schüch­­te­­rungs-Akti­o­­nen ein – das heißt, es ver­än­dert unser Men­­schen-Ver­­hal­­ten hin zu mehr Gewalt­tä­tig­keit, einer Eska­la­ti­on der Miss­hand­lung: Einer­seits gewöh­nen sich Tie­re an Straf­rei­ze, ande­rer­seits ten­die­ren Men­schen dazu, die­se Straf­rei­ze wei­ter zu erhö­hen, wenn er gewünsch­te Erfolg nicht ein­tritt.
Die Ver­un­si­che­rung macht Tie­re weni­ger krea­tiv in der Zusam­men­ar­beit: Sie wer­den zöger­lich, Neu­es aus­zu­pro­bie­ren.

Ein­schüch­te­rung erhöht die Emo­tio­na­li­tät. Über­leg­tes Han­deln wird unwahr­schein­li­cher. Bei Mensch (Trainer*in) und Tier. Ver­hal­ten, das bereits emo­tio­nal gesteu­ert ist (Unsi­cher­heit) kann durch Ein­schüch­te­rung nicht umge­kehrt wer­den.

  Ein­schüch­te­rung führt zu Ver­un­si­che­rung und Stress. Das Gehirn kann unter Stress wesent­lich schlech­ter ler­nen, als in einem Modus der Ruhe und des Ver­trau­ens. Die Ent­schei­dun­gen im Stress sind von Über­le­bens­stra­te­gi­en geprägt (Flucht, Kampf, Erstar­ren). Ein­schüch­te­rung kann zu reak­ti­vem Ver­hal­ten füh­ren, das ohne war­nen­de Vor­zei­chen auf­tre­ten und das Tier selbst, wie das Umfeld gefähr­den kann.

 

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