Hunde-Bodenarbeit mit Spaß und Cavalettis

Ein Seminar zum Thema Cavaletti-Arbeit – das war der Auftrag an mich letztes Wochenende. Spannend! Cavaletti sind seit jeher ein selbstverständlicher Bestandteil der Tellington – Bodenarbeit. Ein ganzes Seminar zu diesem Thema hat Spaß gemacht!
(Weitere Seminare zu diesem und anderen sehr guten Themen übrigens in der www.pfotenakademie.de, ein Seminarzentrum mit wunderbaren Arbeitsbedingungen für Mensch und Hund, wo ich immer wieder gerne unterrichte)

Cavaletti sind ein ebenso selbstverständlicher Bestandteil im Pferdetraining – warum nicht für Hunde!

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Die Arbeit eignet sich für
 - Hunde aller Größen, kann sehr aktive Hunde zu mehr Ruhe bringen
 - und sehr ruhige Hunde fröhlich machen
 - Hilft Sporthunden zu mehr Konzentration, Koordination und Feinmotorik
 - Ist für Familienhunde eine sinnvolle, gesunde Beschäftigung - notfalls auch im Wohnzimmer
 - Ist gut für ältere und rekonvaleszente Hunde, da man sehr gelenkschonend arbeiten kann
 - fördert Feinmotorik und Geschicklichkeit, dient damit auch der Verletzungsverhinderung
 - Muskelaufbau nach OP etc
 - Konditionstraining
 - Spass und Abwechslung
 - Bindung und Aufmerksamkeit
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Foto: L. Hochrein www.roadstori.es

Es gilt alles, was man von der Tellington-Bodenarbeit weiß – und hier kann man auch gut etwas mehr Tempo dazunehmen in den verschiedenen Gangarten der Hunde.
Als Ausrüstung für den Hund eignen sich:

- Die Bienenleine
- Die Balance-Leine
- Das TTouch Brustgeschirr oder ein Anderes, das gut passt und Ring(e) weit vorne über den Schultern hat
- garnichts: Freifolge bzw. Arbeit mit Targets

Ein recht umfassendes und empfehlenswertes Buch (80 Seiten, viele Abbildungen) dazu ist im Cadmos Verlag erschienen: Steffi Rumpf: Cavaletti-training für Hunde. Gymnastik und Abwechslung für Jederhund. (übrigens sieht man auf Seite 50 „unsere“ Körperbänder an den Beinen eines Hundes)

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Aber auch auf Youtube gibt es reichlich zu schauen zu diesem Thema. Gut gefallen hat mir ein Beitrag von PapillonHoney&friends – auch weil hier ein kleiner Hund mit seinen tendenziell flinken Bewegungen sehr präzise gearbeitet wird.

Wichtig zu erwähnen ist die Höhe der Cavaletti, weil hier der gesundheitsförderliche Aspekt verloren gehen könnte: Nehmen Sie zunächst Maß an der Höhe des Vorderfußwurzelgelenks (Handgelenks) Ihres Hundes. Und als Hindernisse dienen Ihnen Besenstiele, Dachlatten,  Stöcke, Leitern- oder alles Andere, was so herumliegt und lang und dünn ist ?

 

Körperbänder

Körperbänder für Pferde

„Von den Hunden kennen wir Untersuchungen zur Benützung von „thundershirts“. Welche Erfahrungswerte gibt es mit dem Körperband bei Pferden?“
Diese Frage wurde mir auf der Jahrestagung der ffp in Freising gestellt. Ich fand die Frage interessant. Für mich ist es so zielführend, Körperbänder zu benutzen. So wundere ich mich, warum das nicht Alle tun.

Diese lustige Momentaufnahme machte Leonie Hochrein. Sie entstand anlässlich eines Jungpferdekurses. Auch ein ‚Körperband‘ – aber besonders interessant – ist die Kopfbandage, oft auch Denkermütze genannt. Mehr dazu unten. 

Ein Körperband ist eine elastische Bandage, die man an den Körper eines Pferdes legt. Weder soll sie straff gezogen werden, noch locker durchhängen, sondern sie soll einen weichen Kontakt machen, um die Propriozeption, die Körper-Selbstwahrnehmung zu unterstützen.

Es gibt folgende Erfahrungswerte über den Einsatz von Körperbändern:

 

Foto: Leonie Hochrein

Junge Pferde lernen, Equipment am Körper zu tragen, sowie sich gurten zu lassen, ohne abzubuckeln und die Erfahrung von Hilflosigkeit zu speichern.

  • Unsicheren Pferden gibt das Körperband Sicherheit
  • Hibbelige Pferde können durch den Einsatz des Körperbandes ruhiger werden
  • Unausgeglichene Pferde gewinnen ein besseres Gefühl für ihren Körper und damit mehr Balance und Stabilität
  • Pferde treten aktiver mit ihrer Hinterhand unter
  • Die vielfach festgehaltene Halsbasis- und Schulter-Partie ist leichter zu lösen.
Die oben genannten Kopfbandagen bewähren sich bei Pferden,
die steigen,
mit dem Kopf schlagen,
sich im Genick fest machen,
unkonzentriert sind,
den Kopf hoch tragen
oder schwierig zu trensen sind.
Mehr Information zu Körperbändern finden Sie in der Broschüre „gut gewickelt“ (für Hunde bzw. für Pferde), zu beziehen im <a href="http://www.tteamshop click here to investigate.de“>Tellington TTouch Versandhandel, wo man auch Körperbänder bestellen kann.

..endlich ein Erwachsenen-Kurs auf der Finca in Spanien!

P1020066Seit nunmehr sieben Jahren findet jeden Herbst ein Jugendkurs auf der Cañada del Robledo in Südspanien statt. Seit sieben Jahren wollen Eltern und andere Erwachsene mitreisen – deshalb nun hier das Angebot an Alle, die wollen:

REITEN

draußen, ungezwungen, wild und frei……….

….und trotzdem: So wie’s dem Pferd gut tut. Und für uns sicher ist. Ein Reitkurs für Gelände-, Freizeit- und Distanzreiter*innen,
die biomechanische Zusammenhänge des Pferdekörpers verstehen und berücksichtigen wollen,die Pferde sinnvoll für ihre Aufgabe als Reitpferd gymnastizieren, und sie unabhängig vom Tempo gesundheits-schonend und sicher im Gelände reiten wollen.

   

Die Tellington TTouch Methode

Die Tellington TTouch® Methode

(c) Bibi Degn

ausdrucken – Text als pdf

Die Tellington TTouch Methode wird in Deutschland seit 1975 für Pferde und seit 1996 für Hunde gelehrt und als Zertifikatslehrgang zur Weiterbildung angeboten. Da diese Methode weder der Hunde-Ausbildung im herkömmlichen Sinne, noch der Heilpraxis klar zuzuordnen ist, soll sie im Folgenden kurz erklärt werden.

Die Tellington-Methode ist ein bewährter Weg, weltweit anerkannt (von Tierärzt/innen, Zooleiter*innen, Hundesportler*innen, Fachverbänden u.v.m.), und wird seit 40 Jahren täglich von Tierbersitzer*innen praktisch angewandt. Die Methode –ursprünglich für Pferde – hat sich aus empirischem Erfahrungsgewinn in einer Zeit entwickelt, als ganzheitliche Zugänge (die Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche, sowie Verhalten)  noch nicht wissenschaftlich untersucht wurden.

Ganzheitlichkeit Weiterlesen

Warum TTouch in tiergestützten Interventionen so beliebt ist

In der Arbeit von Animal Ambassadors wird der TTouch als sinnvolles Werkzeug für tiergestützte Interventionen empfohlen und erfolgreich eingesetzt – übrigens auch in Einrichtungen und Weiterbildungen tiergestützter Arbeit weltweit. TTouch ist eine Kerntechnik von Animal Ambassadors tiergestützten Interventionen.

Das Wohlbefinden der Tiere in der Tiergestützten Intervention (AAI und AAA)

Über die Jahre der Erfahrung mit tiergestützter Arbeit rückt das Wohlbefinden der Tiere, als Schlüssel zu qualitätsvoller Arbeit, immer mehr in den Fokus.

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Der Tellington TTouch wird seit 40 Jahren weltweit im Tiertraining unterrichtet. Es gibt zwei wesentliche Gründe, diese Methodik auch im tiergestützten Bereich einzusetzen:

1) Es gibt wenige Methoden, die eindeutig und zielführend dazu beitragen, das Wohlbefinden von Tieren zu unterstützen. TTouch kann das leisten, und vertieft und verfeinert die Kommunikation zwischen Tier und dem/der Halter/in, was in der Folge die Verbindung stärkt. Die Tellington TTouch Methode ist eine ganzheitliche Methode, die über den Wirkungkreis von Embodiment – siehe Wikipediaeinen Rahmen und Werkzeuge zu bieten hat, um Tiere in gute körperliche und emotionale Verfassung zu bringen.

2) Im Einsatz, der Arbeit mit Client/innen und Tieren bewähren sich die methodischen Ansätze der Tellington Arbeit:  Die theoretischen Konzepte von Bindungstheorie, Mindfulness (Achtsamkeit), lösungsorientierter Kurztherapie, Körperarbeit und gewaltfreier Kommunikation sind integrativer Bestandteil der Tellington Arbeit und in der Arbeit mit Techniken des TTouch werden diese Theorieansätze mit Leben und Wirksamkeit gefüllt.

Mehr dazu finden Sie in den einführenden Kursen von Animal Ambassadors bzw. der gesamten Weiterbildung zu pferdgestützten Interventionen.

 

 

 

Mein Pferd koppt!

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Ein paar Tipps für das Anreiten junger Pferde

Vorbereitung junger Pferde auf die Arbeit unter dem Sattel
Bodenarbeit nach der Tellington TTouch Methode

Eine Schlüsselerfahrung im Leben der meisten Pferde ist die Gewöhnung an Sattelzeug und Reiter. Manche Ausbilder konfrontieren das Pferd mit der Forderung, sich reiten zu lassen und nehmen den folgenden Konflikt auf sich. Die Tellington Methode „schneidet die Aufgabe in hauchdünne Scheiben“ und geht konfliktfrei aus der Situation – und mit einem vertrauensvollen Pferd.

Sehe ich mir die Aufgabenstellung „Gerittenwerden“ aus der Sicht des rohen Pferdes an, so ergeben sich folgende kritische Momente:

– die Bedrohung durch etwas (einen Menschen) von oben,
– Druck und Beengung durch das Sattelzeug
– irritierende (da ungelernte, unverständliche) Hilfengebung und Einwirkung
– Balanceprobleme, da mangelhafte Körperbeherrschung

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Bodenübungen helfen mir in der Arbeit mit Jungpferden, die problematischen Punkte des Geritten-Werdens zu überwinden:

Die Bedrohung durch den Menschen von oben
Ich gewöhne das Pferd im Laufe der Bodenarbeit daran, ruhig und gelassen unter Dingen durchzu-gehen, zuletzt auch unter einer Plastikplane. Diese war vorher am Boden und seitlich eingesetzt worden, und ist dem Pferd bekannt. Es hatte gelernt, den Fluchtinstinkt zu überwinden und mit Bedacht an dieses zunächst beängstigende Ding heranzugehen.
Wir stellen uns auf Strohballen, das junge Pferd geht in Ruhe daran vorbei, bleibt stehen, und ge-nießt den TTouch® (Körperarbeit) von diesen Menschen hoch oben.
Der Schritt von da bis zum ersten Aufsteigen ist ein weiterer kleiner Fortschritt und kein Einbruch.

Druck und Beengung durch das Sattelzeug
Mit Körperseil und Körperbandage als erstem Schritt und später den Aufgaben des Fahrens vom Boden, lehre ich das Pferd, bereitwillig allerlei Material auf seinem Körper zu tragen.
Auch bei den empfindlichsten Pferden habe ich keine Probleme mit dem ersten Satteln, seit ich sie auf den Druck des Gurtes vorbereite: Eine elastische Bandage als Körperband, mit einem gefalteten Tuch, später mit einem Gurt, nehmen wir sanft Druck auf und geben dann langsam wieder nach. Diese Technik als ein Teil der Körperarbeit ist dem Pferd bekannt und sehr angenehm. Der Schritt zum ersten Gurten ist eine Weiterführung dieser Technik und die Pferde nehmen den Sattelgurt an, ohne jemals zu bocken oder die Atmung anzuhalten.

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Irritierende, da unverständliche Hilfengebung und Einwirkung
Die Arbeit in verschiedenen Führpositionen zwischen den Hindernissen führen zu konzentrierter Mitarbeit auf die feinsten Signale, Kooperation und Mitdenken. Das Pferd erfährt, daß jedes kleine Zeichen seine Bedeutung hat, und entwickelt Freude daran, seine Aufgaben zu erfüllen.
Während des Fahrens vom Boden lernen meine vierbeiningen Schüler selbständig zu arbeiten, die Signale zu verstehen, wenn auch der hilfengebende Mensch nun nicht mehr immer neben dem Pferd herläuft – wie es ja auch beim Reiten sein wird. Dabei arbeite ich immer zunächst zu zweit am Pferd, ein/e Helfer*in an der Führleine und eine/r an den Fahrleinen.
„Lenkung und Bremse“ sind nunmehr eingebaut und mein Ausbildungs-Pferd wird danach auch fein auf den Halsring oder Balancezügel reagieren.

Balanceprobleme: Die verschiedenen Bodenhindernisse, wie Labyrinth, Stern etc. eignen sich hervorragend für die Schulung von Balance und Koordination, wesentlich ist das WIE der Ausführung: Viele Bodenarbeits-Übungen sehen einfach aus, bringen ihren Erfolg aber erst durch die Beachtung vieler kleiner Details.

Tellington Bodenarbeit

Zwei häufig vorkommende Balanceprobleme, die auch die Arbeit unter dem Sattel erschweren:
1) das „Fallen“ nach vorne: Stellen wir uns unser Pferd als Gegenstand vor, schmal unterstützt durch vier Beine und eine Verlängerung (Hals) mit einem Gewicht am Ende (Kopf), so wäre uns klar, daß dieser Gegenstand eine Tendenz hat, auf den Kopf zu fallen. Oft arbeite ich mit Pferden, die dieselbe Tendenz haben und deshalb ihre Beine (mehr oder weniger schnell) vorsetzen müssen, um dem Drängen der Masse nachzukommen. Deshalb zeige ich ihnen, daß sie auf feine Signale mit Führleine, Gerte und Fahrleinen ihren Schwerpunkt nach hinten verschieben können und somit weniger umreflektiertem Vorwärtsdrang unterliegen. Diese Übung schult zugleich den Charakter: Die Pferde lernen, sich zurückzunehmen.
2) Das Fallen auf die äußere oder innere Schulter: Die natürliche Schiefe führt dazu,daß viele Pferde in der Wendung auf die eione oder andere Schulter fallen und ihr Gleichgewicht verlieren. Mittels der Tellington Bodenarbeits-Übungen lernen meine Ausbildungspferde bereits jetzt die Technik, sich zu biegen, und gesetzt um eine ziemlich enge Wendung zu gehen. Das Labyrinth ist ein wun-derbares Mirttel für diese Übung. Ich führe langsam und halte immer wieder an, um das Pferd neu auszubalancieren.

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Falls Sie unsicher über die Ausführung der Aufgaben sind, falls Sie ihr Pferd so kleinschrittig anreiten wollen, dass es jeden Schritt versteht, holen Sie sich Hilfe bei einem Tellington-Practitioner oder in der Literatur, damit ihre Bemühungen auch wirklich den gewünschten Erfolg bringen.

Literatur: Tellington-Training für Pferde, bzw. Pferde ausbilden mit dem Tellington-Training: TTouch, Bodenarbeit, Reiten www.tteamshop.de

 

Tipps bei Gurtzwang

Gurtzwang bei Pferden kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein: von leichtem Ohren zurücklegen bis hin zu sich auf den Boden werfen oder eine Stunde lang unkontrolliert buckeln herumzurasen, ein Fall von dem ich kürzlich hörte. Und man kann Einiges machen.

Aber zuerst ist die Frage zu klären, ob die Ursache bereits abgestellt ist.
Wichtig ist zunächst, dass man sich darüber im Klaren ist: Wenn das Pferd sagt, es ist doof – dann ist es doof.

Sattel prüfen
Viele Pferdehalter*innen übersehen die Tatsache, dass beim Gurten der Sattel angezogen wird, nicht nur der Gurt. Falls der Sattel nicht passt, wird er beim Angurten in die Druckstellen gezogen. Es ist, als würde man am Tag nach einem Bergmarsch drückende Schuhe wieder anziehen, aua! Ich kann das prüfen, indem ich meinem Pferd statt eines Sattels ein Bareback Pad oder Ähnliches anziehe und prüfe, ob das Verhalten anders ist. Ich empfehle, dies an einigen Tagen zu probieren, denn zunächst ist da seitens des Pferdes auch eine belastete Erwartungshaltung.

Gurt prüfen
Oftmals wird der Gurt absichtlich sehr fest angezogen: Reiter*innen, die in ihrem Leben schon die Erfahrung gemacht haben, mit dem Sattel vom Pferd zu rutschen, haben vielleicht ein Thema damit: Sie fühlen sich nur sicher, wennd er Gurt mit aller Kraft angezogen ist. Außerdem sehe ich immer wieder, dass die Festigkeit des Sattelgurts seitlich geprüft wird. Aber seitlich gibt es, zumindest bei manchen Pferden, eine eher hohle Stelle, je nach Brustkorbform: Aussagekräftig ist nur der Druck des Gurtes direkt unten am Brustbein.

Wie wurde das Pferd an den Sattelgurt herangeführt?
Erfahrungen vom ersten Gurten können traumatisierend gewesen sein und dieses Trauma mag nachwirken: Pferde, die einen Sattel angezogen bekommen, feste angegurtet und die „nun geh mal buckeln“-Erfahrung machen, oder im Round Pen buckelnd im Kreis getrieben werden, befinden sich in einer sehr hilflosen Situation. Sie bringen dies verständlicherweise mit dem Gurt in Zusammenhang. Dieses Trauma, umso mehr als es eine erste Erfahrung mit dem Sattel ist, kann sehr tief sitzen.

Empfindsamkeit
Stuten sind mitunter sehr empfindlich an ihrem Bauch und finden das Angurten auch je nach hormonellem Zustand unangenehm. Es können körperliche Themen am Skelett vorliegen, ein Check mit einer/m Osteopath*in oder Chiropraktiker*in, um die Strukturen von Brustbein und Rippen zu prüfen, kann angesagt sein.

Langsames Angurten
Zum allgemeinen guten Benehmen als Reiter*in gehört, dass man den Gurt zunächst sehr leicht anlegt, und zwar so leicht, wie es das Pferd als ok angibt. Erst nach und nach wird langsam angurtet, u.U. auch erst, wenn man das Pferd in die Bewegung gebracht hat. Atmet das Pferd, oder verändert es seine Atmung, sobald man den Gurt anlegt? Der Einsatz eines Gurtes mit elastischen Einsätzen (auf beiden Seiten oder mittig) kann empfehlenswert sein.

Techniken der Tellington Arbeit
Mit Körperbändern kann man dem Sattelgurt angenehme Körpererfahrungen entgegen setzen. Aus der Tellington Arbeit ist der Bauchheber mit Körperband, Händen und mit dem Sattelgurt selbst zu empfehlen, bzw. eine Vorbereitung des Körperbereichs mit Muschel-TTouches, und Pythonhebern. Bei Pferden, die generell berührungsempfindlich im Bereich ihres Bauches sind, empfiehlt sich ein Vorarbeiten von einer anderen Körperstelle, an der man den Erstkontakt macht. Man bringt die Hand nicht auf den empfindsamen Stellen in Kontakt, sondern gleitet dorthin, zb mittels einem Zickzack-TTouch oder einem Troika-TTouch. (Die Beschreibung der Techniken finden sie im Buch: Das Tellington Training für Pferde von linda Tellington-Jones, zu bestellen im www.tteamshop.de)

Das Satteln und Gurten nochmals von vorne
Mit Techniken der Tellington Methode, Clicker Training oder anderen Trainingsmethoden mit positiver Verstärkung kann ich das Satteln nochmals neu aufbauen. Dabei beginnt man mit einem Körperband um diesen Bereich, bzw. einer halben oder Viertel-Bandage. Bauchheber mit Handtüchern oder elastischen Bändern oder Gurten sollen dem Pferd helfen, weiterhin zu atmen, auch wenn im Bereich der Gurtlage etwas angelegt wird. Mit dem Clicker oder einem Markerwort kann ich sowohl den Sattel (oder vorab nur eine Decke), als auch einen Gurt neu positiv verknüpfen. Dabei achte ich darauf, einen Moment zu wählen, für die Bestärkung, in dem die Ohren vorne sind und das Pferd ein entspanntes frohes Gesicht macht.
Ich kann den Fortgang meiner Arbeit prüfen, indem ich das Pferd sattle bzw gurte, ohne es festzubinden. Denn das Pferd hat das recht „nein danke“ zu sagen, wenn es klemmt.

Und bis dahin: ohne Sattel reiten 🙂 und die wunderbaren Fortschritte in der Bodenarbeit genießen. Denn, wie ich zuletzte von Alexandra Kurland überzeugend vorgetragen gehört habe: sauber gelegte Fundamente machen die Musik.

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TTouch Jahresgruppe für Hunde und Menschen

Die Jahresgruppe ist beinahe voll!              über Bibi Degn 

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Mit Beginn im Februar 2016 wird sich eine TTouch Jahresgruppe viermal im Jahr treffen. In geschütztem Rahmen einer stabilen Gruppe, in angenehmem Ambiente, mit direktem Anschluss an schöne Spaziergänge, mit meiner Anleitung zur Arbeit und viel Raum für das Erforschen der Mensch-Hund-Beziehung. Es gibt nur noch einen Seminarplatz für Mensch mit Hund, Plätze ohne Hund sind noch zu vergeben.

Die Seminarreihe hat einerseits das Erlernen des TTouch® und der Tellington TTouch Methode – mit viel Tiefe – zum Inhalt, andererseits das Ziel, mit uns und den Hunden Qualitätszeit zu verbringen, sich zu erholen vom Alltag, die Liebe zum Tier zu leben und zu vertiefen, etwas für sich und über sich zu lernen, die Beziehung zu unseren Hunden zu „feiern“, Ähnlich-Gesinnten zu begegnen, und mit den kleinen Fragen im Zusammenleben mit dem Hund auf eine achtsame Art und Weise aufzuräumen.

Wir werden lernen, was die Hunde brauchen, um uns angenehme Begleiter zu sein,
wir werden aber auch an uns arbeiten, um für die Hunde angenehme und stützende Begleiter in ihrem Leben zu sein.

Die Seminarreihe kann in gewissem Umfang für die Ausbildung zum Tellington TTouch Coach bzw. Practitioner angerechnet werden.

Veranstaltungsort: Hotel Fit in 53804 Much
Termine:
26.02. bis 28.02.2016
27.05. bis 29.05.2016
26.08. bis 28.08.2016
25.11. bis 27 20 mg prozac.11.2016

Preise und Information:

1428,- EUR incl. Mwst. oder 12 Monatsraten à EUR 119.-

Ausschreibung demnächst hier,
senden Sie eine Anfrage per Email

Gruppengröße:

Mindestens 7 und höchstens 9 Plätze mit Hund, einzelne Plätze ohne Hund bis zu gesamt max. 12 Teilnehmer/innen.
Die Plätze werden nach Eingang der Anmeldung und Anzahlung vergeben.

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