Muss man Tiere einschüchtern?

Einschüchterungs – Versuche gegenüber Tieren

Seit ich mit Tieren arbeite, begegnen mir Meinungen, dass man Tiere auf eine gewisse Art einschüchtern müsse.

Ich möchte in ein paar Zeilen teilen, warum ich in der Arbeit mit Pferden, wie mit Hunden oder anderen Tieren auf körperliche und psychische Einschüchterung zu verzichten trachte:

Die Bandbreite ist groß: Von lauten Worten, über Wedeln mit Gegenständen, aufstampfen, Zufügen von Schmerzen, das Bewirken von Angst auf die eine oder andere Weise. Ich möchte all das vermeiden. 

Der erste Grund ist, weil ich gerne auf Freundschaft setze– und auch meine Freund*innen nicht einschüchtere, um sie zu solchen zu machen. Und es kann ganz schön schief gehen, wenn ich im Tiertraining auf Einschüchterung setze.

Einschüchterung, die vom Timing und konsequenten Einsatz nicht perfekt ist, läuft auf Misshandlung heraus. Da ich mich also mit Timing und Konsequenz auseinander setzen muss, kann ich die Ziele auch mit positiver Verstärkung erreichen.

Die Bandbreite ist groß: Von lauten Worten, über Wedeln mit Gegenständen, aufstampfen, Zufügen von Schmerzen, das Bewirken von Angst auf die eine oder andere Weise. Ich möchte all das vermeiden. 

Der erste Grund ist, weil ich gerne auf Freundschaft setze– und auch meine Freund*innen nicht einschüchtere, um sie zu solchen zu machen. Und es kann ganz schön schief gehen, wenn ich im Tiertraining auf Einschüchterung setze.

Einschüchterung, die vom Timing und konsequenten Einsatz nicht perfekt ist, läuft auf Misshandlung heraus. Da ich mich also mit Timing und Konsequenz auseinander setzen muss, kann ich die Ziele auch mit positiver Verstärkung erreichen.

Einschüchterung treibt Tiere in die Ecke. Ist der Ausweg in erwünschtes Verhalten nicht erkennbar oder machbar, kann sehr unerwünschtes Verhalten auftreten: gefährliche Situationen entstehen (man denke an den Hund, der eingeengt wird – oder an ein Pferd auf der Anhängerrampe)

 Einschüchterung führt zu Meideverhalten: Die Tiere lernen, dem Menschen aus dem Weg zu gehen. Vielfach lernen sie auch schlicht, dass ein Verhalten dann gefährlich ist, wenn ein Mensch in der Nähe ist (das Klauen vom Tisch zB). 

Der Verlust von Vertrauen führt zu einem Verlust an Einfluss.

Da Einschüchterung auch oft dazu führt, dass Tiere ein Verhalten einstellen, lädt es die Halter*innen zu weiteren Einschüchterungs-Aktionen ein – das heißt, es verändert unser Menschen-Verhalten hin zu mehr Gewalttätigkeit, einer Eskalation der Misshandlung: Einerseits gewöhnen sich Tiere an Strafreize, andererseits tendieren Menschen dazu, diese Strafreize weiter zu erhöhen, wenn er gewünschte Erfolg nicht eintritt.
Die Verunsicherung macht Tiere weniger kreativ in der Zusammenarbeit: Sie werden zögerlich, Neues auszuprobieren.

Einschüchterung erhöht die Emotionalität. Überlegtes Handeln wird unwahrscheinlicher. Bei Mensch (Trainer*in) und Tier. Verhalten, das bereits emotional gesteuert ist (Unsicherheit) kann durch Einschüchterung nicht umgekehrt werden.

  Einschüchterung führt zu Verunsicherung und Stress. Das Gehirn kann unter Stress wesentlich schlechter lernen, als in einem Modus der Ruhe und des Vertrauens. Die Entscheidungen im Stress sind von Überlebensstrategien geprägt (Flucht, Kampf, Erstarren). Einschüchterung kann zu reaktivem Verhalten führen, das ohne warnende Vorzeichen auftreten und das Tier selbst, wie das Umfeld gefährden kann.

 

Willkommen in der Tiere Akademie!

Beziehungen werden mit Herz und mit Köpfchen geschmiedet.
In der Tiere Akademie schulen wir Beides. Und Hund und Pferd, sowie den Menschen.

Von Linda Tellington-Jones stammt der Rat: „Leg dein Herz in deine Hand und deine Hände auf deinen Hund/dein Pferd!“ Kinder haben einen recht kurzen Weg von ihrem Herzen zu ihren Händen und diese „kurze Verbindung“ ist es wert, gepflegt zu werden. Angie-Kurse sind der kurze und effektive Weg dahin!

 

Vom 30.07. bis zu, 04.08. biete ich ein Seminar für Unterrichtende an, in dem wir uns mit dem Thema „Angie-Kurse“ auseinandersetzen: 
Wie kann ich Kindern und Jugendlichen Pferde nahebringen, so dass daraus eine tragfähige Freundschaft erwächst?

….am besten im Angie-Kurs, mit der Tellington TTouch Methode und Techniken von Connected Riding für das Reiten.

Information auf Anfrage per Email. 

 

Bewusstes Denken und das Herz sind wie die Software. Der Körper ist ‚die Hardware‘. Der Körper ist der Träger der Information. Über ihn erreichen wir das ganze Tier – mit seinem Verhalten.

Tellington TTouch ist bewegende Berührung
und Tellington Bodenarbeit ist berührende Bewegung.

Mit beiden erreichen wir die Gesamtheit Hund/Pferd, und bewirken Vertrauen, Ausgeglichenheit und Lernvermögen.

Edie-Jane Eaton unterrichtet das Herbst- Seminar des Zertifikatslehrganges für Hunde und Kleintiere. Termin: 10.-15.11.18 Information und Ausschreibung folgen. 

Regeln

Körperbänder

Körperbänder für Pferde

„Von den Hunden kennen wir Untersuchungen zur Benützung von „thundershirts“. Welche Erfahrungswerte gibt es mit dem Körperband bei Pferden?“
Diese Frage wurde mir auf der Jahrestagung der ffp in Freising gestellt. Ich fand die Frage interessant. Für mich ist es so zielführend, Körperbänder zu benutzen. So wundere ich mich, warum das nicht Alle tun.

Diese lustige Momentaufnahme machte Leonie Hochrein. Sie entstand anlässlich eines Jungpferdekurses. Auch ein ‚Körperband‘ – aber besonders interessant – ist die Kopfbandage, oft auch Denkermütze genannt. Mehr dazu unten. 

Ein Körperband ist eine elastische Bandage, die man an den Körper eines Pferdes legt. Weder soll sie straff gezogen werden, noch locker durchhängen, sondern sie soll einen weichen Kontakt machen, um die Propriozeption, die Körper-Selbstwahrnehmung zu unterstützen.

Es gibt folgende Erfahrungswerte über den Einsatz von Körperbändern:

 

Foto: Leonie Hochrein

Junge Pferde lernen, Equipment am Körper zu tragen, sowie sich gurten zu lassen, ohne abzubuckeln und die Erfahrung von Hilflosigkeit zu speichern.

  • Unsicheren Pferden gibt das Körperband Sicherheit
  • Hibbelige Pferde können durch den Einsatz des Körperbandes ruhiger werden
  • Unausgeglichene Pferde gewinnen ein besseres Gefühl für ihren Körper und damit mehr Balance und Stabilität
  • Pferde treten aktiver mit ihrer Hinterhand unter
  • Die vielfach festgehaltene Halsbasis- und Schulter-Partie ist leichter zu lösen.
Die oben genannten Kopfbandagen bewähren sich bei Pferden,
die steigen,
mit dem Kopf schlagen,
sich im Genick fest machen,
unkonzentriert sind,
den Kopf hoch tragen
oder schwierig zu trensen sind.
Mehr Information zu Körperbändern finden Sie in der Broschüre „gut gewickelt“ (für Hunde bzw. für Pferde), zu beziehen im Tellington TTouch Versandhandel, wo man auch Körperbänder bestellen kann.

Hunde-Bodenarbeit mit Spaß und Cavalettis

Ein Seminar zum Thema Cavaletti-Arbeit – spannend! Cavaletti sind seit jeher ein selbstverständlicher Bestandteil der Tellington – Bodenarbeit.
Cavaletti sind ein ebenso selbstverständlicher Bestandteil im Pferdetraining – warum nicht für Hunde!

Foto: L. Hochrein www.roadstori.es

Die Arbeit eignet sich für Hunde aller Größen, kann sehr aktive Hunde zu mehr Ruhe bringen – und sehr ruhige Hunde fröhlich machen. Sie verhilft Sporthunden zu mehr Konzentration, Koordination und Feinmotorik, ist für Familienhunde eine sinnvolle, gesunde Beschäftigung, notfalls auch im Wohnzimmer, ist gut für ältere und rekonvaleszente Hunde, da man sehr gelenkschonend arbeiten kann, fördert Feinmotorik und Geschicklichkeit, dient damit auch der Verletzungsverhinderung, dem Muskelaufbau nach OP etc – Konditionstraining – Spass und Abwechslung – Bindung und Aufmerksamkeit

Als Ausrüstung für den Hund eignen sich:

– Die Bienenleine
– Die Balance-Leine
– Das TTouch Brustgeschirr oder ein Anderes, das gut passt und Ring(e) weit vorne über den Schultern hat
– garnichts: Freifolge bzw. Arbeit mit Targets
Es gilt alles, was man von der Tellington-Bodenarbeit weiß – und hier kann man auch gut etwas mehr Tempo dazunehmen in den verschiedenen Gangarten der Hunde.

Fotos: Leonie, die Liebe…

Ein umfassendes und inspiriernedes Buch (80 Seiten, viele Abbildungen) dazu ist im Cadmos Verlag erschienen: Steffi Rumpf: Cavaletti-Training für Hunde. Gymnastik und Abwechslung für Jederhund. (übrigens sieht man auf Seite 50 „unsere“ Körperbänder an den Beinen eines Hundes)

 

Aber auch auf Youtube gibt es reichlich zu schauen zu diesem Thema. Gut gefallen hat mir ein Beitrag von PapillonHoney&friends – auch weil hier ein kleiner Hund mit seinen tendenziell flinken Bewegungen sehr präzise gearbeitet wird.

Wichtig zu erwähnen ist die Höhe der Cavaletti, weil hier der gesundheitsförderliche Aspekt verloren gehen könnte: Nehmen Sie zunächst Maß an der Höhe des Vorderfußwurzelgelenks (Handgelenks) Ihres Hundes. Und als Hindernisse dienen Ihnen Besenstiele, Dachlatten,  Stöcke, Leitern- oder alles Andere, was so herumliegt und lang und dünn ist.

 

Die Tellington TTouch Methode

Die Tellington TTouch® Methode

(c) Bibi Degn

ausdrucken – Text als pdf

Die Tellington TTouch Methode wird in Deutschland seit 1975 für Pferde und seit 1996 für Hunde gelehrt und als Zertifikatslehrgang zur Weiterbildung angeboten. Da diese Methode weder der Hunde-Ausbildung im herkömmlichen Sinne, noch der Heilpraxis klar zuzuordnen ist, soll sie im Folgenden kurz erklärt werden.

Die Tellington-Methode ist ein bewährter Weg, weltweit anerkannt (von Tierärzt/innen, Zooleiter*innen, Hundesportler*innen, Fachverbänden u.v.m.), und wird seit 40 Jahren täglich von Tierbersitzer*innen praktisch angewandt. Die Methode –ursprünglich für Pferde – hat sich aus empirischem Erfahrungsgewinn in einer Zeit entwickelt, als ganzheitliche Zugänge (die Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche, sowie Verhalten)  noch nicht wissenschaftlich untersucht wurden.

Ganzheitlichkeit Weiterlesen

Der DHVE Hundeführerschein

Im DHVE e.V. haben sich namhafte Hundetrainer Verbände zusammen getan, und gemeinsamen einen Hundeführerschein/Sachkundenachweis der Mitgliedsverbände erstellt.  Die App dazu ist erhältlich, das Buch erscheint in Kürze.

Die Zusammenarbeit im DHVE eröffnet eine neue Möglichkeit für Tellington TTouch Practitioner: Die Abnahme von Prüfungen für den Hundeführerschein bzw. den Sachkundenachweis für Hundehalter. Mehr dazu man allen Practitionern zu. Eine fünftägige Prüferschulung wird vom 14.-20.03.2016 angeboten, der Termin ist mit Sicherheit bald ausgebucht.Bitte meldet euch umgehend, die Anmeldung wird bald geschlossen sein. Voraussetzung: Practitioner 1 mit viel praktischer Erfahrung, ich berate euch gerne!

 

Warum TTouch in tiergestützten Interventionen so beliebt ist

In der Arbeit von Animal Ambassadors wird der TTouch als sinnvolles Werkzeug für tiergestützte Interventionen empfohlen und erfolgreich eingesetzt – übrigens auch in Einrichtungen und Weiterbildungen tiergestützter Arbeit weltweit. TTouch ist eine Kerntechnik von Animal Ambassadors tiergestützten Interventionen.

Das Wohlbefinden der Tiere in der Tiergestützten Intervention (AAI und AAA)

Über die Jahre der Erfahrung mit tiergestützter Arbeit rückt das Wohlbefinden der Tiere, als Schlüssel zu qualitätsvoller Arbeit, immer mehr in den Fokus.

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Der Tellington TTouch wird seit 40 Jahren weltweit im Tiertraining unterrichtet. Es gibt zwei wesentliche Gründe, diese Methodik auch im tiergestützten Bereich einzusetzen:

1) Es gibt wenige Methoden, die eindeutig und zielführend dazu beitragen, das Wohlbefinden von Tieren zu unterstützen. TTouch kann das leisten, und vertieft und verfeinert die Kommunikation zwischen Tier und dem/der Halter/in, was in der Folge die Verbindung stärkt. Die Tellington TTouch Methode ist eine ganzheitliche Methode, die über den Wirkungkreis von Embodiment – siehe Wikipediaeinen Rahmen und Werkzeuge zu bieten hat, um Tiere in gute körperliche und emotionale Verfassung zu bringen.

2) Im Einsatz, der Arbeit mit Client/innen und Tieren bewähren sich die methodischen Ansätze der Tellington Arbeit:  Die theoretischen Konzepte von Bindungstheorie, Mindfulness (Achtsamkeit), lösungsorientierter Kurztherapie, Körperarbeit und gewaltfreier Kommunikation sind integrativer Bestandteil der Tellington Arbeit und in der Arbeit mit Techniken des TTouch werden diese Theorieansätze mit Leben und Wirksamkeit gefüllt.

Mehr dazu finden Sie in den einführenden Kursen von Animal Ambassadors bzw. der gesamten Weiterbildung zu pferdgestützten Interventionen.

 

 

 

Mein Pferd koppt!

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10 Tipps für Hunde mit Berührungsangst

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Hier sind einige Tipps, wie man Hunde an Berührungen heranführen kann, die  berührungsempfindlich sind:

1) Ich setze, knie, hocke mich neben den Hund und vermeide, mich über den Hund zu beugen.

2) Bevor ich meine Hand an den Hund lege, nehme ich einen kleinen Moment (der kann sehr klein sein!) und bringe mich mental in Verbindung. Ein kleines inneres „Hallo, darf ich dich anfassen?“

3) Ich atme aus, während ich die Hand zum Hund führe.

4) Ich lege die Hand im Bereich des Nackens oder der Schulter, etwas seitlich an, und berühre nicht als erstes den Kopf- auch wenn ich das noch so gerne möchte als Mensch ?

5) Ich lege die Hand mit Selbstverständlichkeit auf den Hundekörper, so dass es nicht die Qualität von „anschleichen“ hat.

6) Der Handrücken ist weniger invasiv und bedrohlich als die Handinnenfläche. Ich kann meinen Hund sehr gut mit den Hand- und Fingerrücken abstreichen.

7) Lange Striche mit meiner Hand sind für das Nervensystem angenehmer als viele kurze Striche.

8) Nach dem ersten Abstreichen mache ich eine Pause, ich nehme meine Hand wieder zurück, atme aus, gehe mit der Aufmerksamkeit zu meinem Körper, meiner Atmung, meinem Körper und erwarte „die Antwort“ des Hundes in seiner Körper- und Ausdruckssprache. Viele Hunde nutzen diesen Moment der Pause, um sich anders zu positionieren, wegzugehen, sich hinzulegen oder Kommunikationssignale zu geben.

9) Ähnlich wiederhole ich den Vorgang und lege weiterhin oft Pausen ein. Meine Druckstärke ist sehr gering, meine Aufmerksamkeit ist fühlend, forschend, neugierig und meine Bewegungen sind sehr ruhig.

10) Wenige kleine Momente können ein guter Anfang sein! Eventuell lässt sich mein Hund auch lieber während des Spaziergangs anfassen als zu Hause im Körbchen- dann nehme ich diese Möglichkeit mit und bin dabei achtsam, sensibel und zurückhaltend mit Druckstärke und Dauer der Berührungen.

Weshalb soll ich einen berührungsempfindlichen Hund überhaupt streicheln/berühren/mit TTouch berühren wollen?

Ein Körper, der sich nicht gerne anfassen lässt, ist nicht in seiner besten Verfassung. Vertrauen und Wohlbefinden können gestärkt werden, indem man den Hund lehrt, wohltuende BErührungen zu genießen.

Darüber hinaus ist es sehr hilfreich, wenn Hunde lernen, sich überall am Körper anfassen zu lassen, zb auch für Besuche bei Tierärztin oder Tierarzt.

 

Ein paar Tipps für das Anreiten junger Pferde

Vorbereitung junger Pferde auf die Arbeit unter dem Sattel
Bodenarbeit nach der Tellington TTouch Methode

Eine Schlüsselerfahrung im Leben der meisten Pferde ist die Gewöhnung an Sattelzeug und Reiter. Manche Ausbilder konfrontieren das Pferd mit der Forderung, sich reiten zu lassen und nehmen den folgenden Konflikt auf sich. Die Tellington Methode „schneidet die Aufgabe in hauchdünne Scheiben“ und geht konfliktfrei aus der Situation – und mit einem vertrauensvollen Pferd.

Sehe ich mir die Aufgabenstellung „Gerittenwerden“ aus der Sicht des rohen Pferdes an, so ergeben sich folgende kritische Momente:

– die Bedrohung durch etwas (einen Menschen) von oben,
– Druck und Beengung durch das Sattelzeug
– irritierende (da ungelernte, unverständliche) Hilfengebung und Einwirkung
– Balanceprobleme, da mangelhafte Körperbeherrschung

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Bodenübungen helfen mir in der Arbeit mit Jungpferden, die problematischen Punkte des Geritten-Werdens zu überwinden:

Die Bedrohung durch den Menschen von oben
Ich gewöhne das Pferd im Laufe der Bodenarbeit daran, ruhig und gelassen unter Dingen durchzu-gehen, zuletzt auch unter einer Plastikplane. Diese war vorher am Boden und seitlich eingesetzt worden, und ist dem Pferd bekannt. Es hatte gelernt, den Fluchtinstinkt zu überwinden und mit Bedacht an dieses zunächst beängstigende Ding heranzugehen.
Wir stellen uns auf Strohballen, das junge Pferd geht in Ruhe daran vorbei, bleibt stehen, und ge-nießt den TTouch® (Körperarbeit) von diesen Menschen hoch oben.
Der Schritt von da bis zum ersten Aufsteigen ist ein weiterer kleiner Fortschritt und kein Einbruch.

Druck und Beengung durch das Sattelzeug
Mit Körperseil und Körperbandage als erstem Schritt und später den Aufgaben des Fahrens vom Boden, lehre ich das Pferd, bereitwillig allerlei Material auf seinem Körper zu tragen.
Auch bei den empfindlichsten Pferden habe ich keine Probleme mit dem ersten Satteln, seit ich sie auf den Druck des Gurtes vorbereite: Eine elastische Bandage als Körperband, mit einem gefalteten Tuch, später mit einem Gurt, nehmen wir sanft Druck auf und geben dann langsam wieder nach. Diese Technik als ein Teil der Körperarbeit ist dem Pferd bekannt und sehr angenehm. Der Schritt zum ersten Gurten ist eine Weiterführung dieser Technik und die Pferde nehmen den Sattelgurt an, ohne jemals zu bocken oder die Atmung anzuhalten.

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Irritierende, da unverständliche Hilfengebung und Einwirkung
Die Arbeit in verschiedenen Führpositionen zwischen den Hindernissen führen zu konzentrierter Mitarbeit auf die feinsten Signale, Kooperation und Mitdenken. Das Pferd erfährt, daß jedes kleine Zeichen seine Bedeutung hat, und entwickelt Freude daran, seine Aufgaben zu erfüllen.
Während des Fahrens vom Boden lernen meine vierbeiningen Schüler selbständig zu arbeiten, die Signale zu verstehen, wenn auch der hilfengebende Mensch nun nicht mehr immer neben dem Pferd herläuft – wie es ja auch beim Reiten sein wird. Dabei arbeite ich immer zunächst zu zweit am Pferd, ein/e Helfer*in an der Führleine und eine/r an den Fahrleinen.
„Lenkung und Bremse“ sind nunmehr eingebaut und mein Ausbildungs-Pferd wird danach auch fein auf den Halsring oder Balancezügel reagieren.

Balanceprobleme: Die verschiedenen Bodenhindernisse, wie Labyrinth, Stern etc. eignen sich hervorragend für die Schulung von Balance und Koordination, wesentlich ist das WIE der Ausführung: Viele Bodenarbeits-Übungen sehen einfach aus, bringen ihren Erfolg aber erst durch die Beachtung vieler kleiner Details.

Tellington Bodenarbeit

Zwei häufig vorkommende Balanceprobleme, die auch die Arbeit unter dem Sattel erschweren:
1) das „Fallen“ nach vorne: Stellen wir uns unser Pferd als Gegenstand vor, schmal unterstützt durch vier Beine und eine Verlängerung (Hals) mit einem Gewicht am Ende (Kopf), so wäre uns klar, daß dieser Gegenstand eine Tendenz hat, auf den Kopf zu fallen. Oft arbeite ich mit Pferden, die dieselbe Tendenz haben und deshalb ihre Beine (mehr oder weniger schnell) vorsetzen müssen, um dem Drängen der Masse nachzukommen. Deshalb zeige ich ihnen, daß sie auf feine Signale mit Führleine, Gerte und Fahrleinen ihren Schwerpunkt nach hinten verschieben können und somit weniger umreflektiertem Vorwärtsdrang unterliegen. Diese Übung schult zugleich den Charakter: Die Pferde lernen, sich zurückzunehmen.
2) Das Fallen auf die äußere oder innere Schulter: Die natürliche Schiefe führt dazu,daß viele Pferde in der Wendung auf die eione oder andere Schulter fallen und ihr Gleichgewicht verlieren. Mittels der Tellington Bodenarbeits-Übungen lernen meine Ausbildungspferde bereits jetzt die Technik, sich zu biegen, und gesetzt um eine ziemlich enge Wendung zu gehen. Das Labyrinth ist ein wun-derbares Mirttel für diese Übung. Ich führe langsam und halte immer wieder an, um das Pferd neu auszubalancieren.

Khabar_komp

Falls Sie unsicher über die Ausführung der Aufgaben sind, falls Sie ihr Pferd so kleinschrittig anreiten wollen, dass es jeden Schritt versteht, holen Sie sich Hilfe bei einem Tellington-Practitioner oder in der Literatur, damit ihre Bemühungen auch wirklich den gewünschten Erfolg bringen.

Literatur: Tellington-Training für Pferde, bzw. Pferde ausbilden mit dem Tellington-Training: TTouch, Bodenarbeit, Reiten www.tteamshop.de