Willkommen in der Tiere Akademie!

Beziehungen werden mit Herz und mit Köpfchen geschmiedet.
In der Tiere Akademie schulen wir Beides. Und Hund und Pferd, sowie den Menschen.

Von Linda Tellington-Jones stammt der Rat: „Leg dein Herz in deine Hand und deine Hände auf deinen Hund/dein Pferd!“ 

 

Foto: Leonie Hochrein

Bewusstes Denken und das Herz sind wie die Software. Der Körper ist ‚die Hardware‘. Der Körper ist der Träger der Information. Über ihn erreichen wir das ganze Tier – mit seinem Verhalten.

Tellington TTouch ist bewegende Berührung
und Tellington Bodenarbeit ist berührende Bewegung.

Mit beiden erreichen wir die Gesamtheit Hund/Pferd, und bewirken Vertrauen, Ausgeglichenheit und Lernvermögen.

Edie-Jane Eaton unterrichtet das Herbst- Seminar des Zertifikatslehrganges für Hunde und Kleintiere. Termin: 10.-15.11.18 Information und Ausschreibung folgen. 

Regeln   Der Kurs    anmelden

Reiten….

Die äußere und die innere Haltung

 

 

 

Losgelassene Spannung, entspannte Aufrichtung, weiche Klarheit – Widersprüche in sich, und doch ein Ziel, im Leben und mit den Tieren, dem Pferd, beim Reiten. Je klarer ich in mir bin, umso sanfter kann ich mit dem Pferd sein.

Wer die Tellington TTouch®-Methode anwendet, lernt, mit Verantwortung auf den Anderen – und auf sich selbst – zu schauen:
75 % sind, was ich in mir tue, die restlichen 25 % sind meine „Anwendungen“.

 

Ich kann warten, bis ich nach 40 Jahren Erfahrung die Klarheit in mir habe, oder … ich kann es gleich lernen!

Fühle ich beim Reiten die Lektion bereits in meinem Körper (aus Erfahrung), kann ich sie dem Pferd vorgeben. Blicke ich in der Arbeit zum nächsten Orientierungspunkt, bin ich ein Maßstab für die Anderen. Sitze ich entspannt und aufgerichtet auf dem Pferd, so wird das Pferd sich in losgelassener Aufrichtung mir anvertrauen.

In den Kursen der Tellington-Methode werden Führungsqualitäten nicht vorausgesetzt, sondern von innen heraus entwickelt. 

Ein fokussierter Menschen-Partner in klarer Ausrichtung hat deutlich mehr Einfluss auf den Hund. Das funktioniert gleichermaßen in der Arbeit mit dem Hund – selbst auf Distanz. Und in der Menschenwelt.

Die Tellington Methode und das Connected Riding® (Peggy Cummings) sind die hohe Schule des Tiertrainings für entspannte  Aufrichtung und sensible Klarheit.
Die Reitkurse sind Selbsterfahrung in hohem Maß: Sie lenken des Fokus auf den reitenden Menschen selbst. Sie lehren Aufrichtung im Sattel und im Leben. Es ist erstaunlich wie die Selbstwirksamkeit des Menschen mit jedem bisschen Aufrichtung wächst, gegenüber Pferden, Menschen, sich selbst. Mehr Klarheit innen erlaubt die Weichheit außen, die feinmotorische subtile Anwendung der Hilfsmittel. Die Pferde lernen zu fliegen. Und – sie nehmen uns mit! Und plötzlich wird alles leicht…..

 

Sechstägiger Reitkurs im Herbst 2018 – frei buchbar, oder
als Modul des Tellington TTouch Zertifikatslehrgangs oder als Einstiegs-Modul

Der Kurs  Regeln     anmelden

Körperschule Reiten -Jahresgruppe im Jahr 2019:    
Die Termine: 21.-24.3. und 4.-7.7.  und 26.-29.9.2019. Es gibt 1-2 Restplätze.
Sobald diese Gruppe voll ist, können wir parallel eine zweite Jahresgruppe, ebenfalls für das Jahr 2019, zusammen stellen.   anmelden
Information

 

Der Zertifikatslehrgang zum Coach und Practitioner der Tellington TTouch Methode für Pferde

Ändere die Haltung und du veränderst das Verhalten! 

Auf der Basis dieses Zusammenhangs (der bei Tier und Mensch gleichermaßen wahr ist) „funktioniert“ die Tellington Methode.

Der Zertifikatslehrgang für die Ausbildung zum Tellington TTouch Practitioner bzw. Coach für Pferde besteht aus Modulen mit verschiedenen Schwerpunkt-Themen. Allen Modulen gemeinsam ist der Schwerpunkt TTouch und die Bodenarbeit im Tellington Lernparcours, die bekannte achtsame und lehrreiche Körperschule und Vertrauensschule für Pferde.

Termine in diesem Jahr sind: 30.07. bis 04.08.2018 Das Seminar zum Unterrichten von Angie-Jugendkursen, und

 

vom 29.10. bis 03.11. der bewährte Kurs Tellington Methode und Connected Reiten, mit Anja Görtzen und Bibi Degn.

Auch Freizeitpferde profitieren von Gymnastizierung! Bibi Degn; Foto: Chr. Dietmann

In diesem Herbst-Seminar des Zertifikatslehrganges wenden wir uns auch deutlich an den Menschen, nämlich den Menschenkörper im Sattel des Pferdes:
körperliche Aufrichtung, welcher die psychische Aufrichtung zwangsläufig folgt. Die des Menschen und gleichzeitig auch die des Pferdes.

Pferde verfügen über große Sensibilität und Bereitschaft uns zu spiegeln. Wenn wir lernen, unseren Körper in eine gesunde und klare Aufrichtung zu bringen, trägt sich auch das Pferd anders. In der Ausbildung zur Tellington TTouch Methode nutzen wir auch Erkenntnisse von Peggy Cummings (Connected Riding). Elemente dieser Arbeit haben die Tellington Methode beeinflusst. Deshalb wollen wir den Auszubildenden in diesem Reitkurs auch Grundelemente von Connected Riding vermitteln, sowie Kenntnisse über den Einsatz des Equipments zum Reiten, wie von Linda Tellington-Jones gelehrt.

Foto: www.text-fotoschmiede.de
Losgelassen und doch kraftvoll, das ist eine Herausforderung! Anja Görtzen

 

 

 

 

 

 

 

Im Frühsommer 2019 werden wir den Lehrgang fortsetzen –  mit dem Seminar zur Ausbildung von Jungpferden. Für das Anreiten junger Pferde ist es hilfreich, vorher den Reitkurs besucht zu haben.

Junge Pferde sicher reiten

Zeit – mit Tieren

Copy Right: Bibi Degn

Zeit, dieses Phänomen, das angeblich nicht existiert und uns dennoch so viel beschäftigt.

Hektische Betriebsamkeit, Bemühen um Schnelligkeit in vielen Belangen, immer mehr Termine in immer kürzeren Abständen, Freizeit, die vollzupacken ist mit Aktivitäten, Zeitmanagement, das uns hilft mehr Dinge in weniger Zeit zu packen, und dennoch zu überleben – wir alle kennen das. Zeit, nur eine Abstraktion von etwas, was wir nicht verstehen, etwas nicht Wahrnehmbares, etwas nicht Greifbares, etwas, so eine häufige Klage, das wir nicht „haben“. Zeit haben wir nur, wenn wir sie loslassen – aber wie könnten wir das in einer Welt, in der alles immer schneller werden muss? Alleine die Aussage „Zeit haben“ ist völlig absurd und dennoch eine täglich verwendete Floskel.

Es gibt (nur?) eine (vorübergehende und vielleicht auch nachhaltige, persönliche und vielleicht auch kollektive) Lösung für unsere Not mit der Zeit. Das Erfahren von Kontakt mit der Tiefe unserer eigenen Wesenheit. Momente, in denen wir in wahrem Kontakt mit unserem Wesen sind, sind zugleich Momente der Freiheit von der Not der Hast. Das Erkennen, dass dieser Teil meiner Selbst, der gefallen will, der keine Fehler machen will, der sich sorgt und der sich schuldig fühlt, der nichts versäumen will, der gerne hilft und der geliebt werden will, dass dieser Teil meiner Selbst nur ein Ausdruck von mir ist, aber darunter noch etwas Anderes liegt. Nämlich eine große Sinnhaftigkeit meiner Existenz, die will, dass ich in Perfektion und Liebe in mir verwirkliche, was für mich gemeint ist.

Foto: Lara Meiburg

Blitzlichter, Ahnungen, Erfahrungen, Momente davon kennen Viele – Momente, in denen wir aus unserer so wichtigen alltäglichen Wirklichkeit herausgehoben in tiefem Kontakt mit etwas sind, das uns berührt. Etwas Anderes, etwas Tiefes, etwas, was der Kopf nicht verstehen kann und muss, etwas Faszinierendes. Diese Erfahrung kann eine Erfahrung des „Flow“ in einer handwerklichen oder künstlerischen Tätigkeit (oder des TTouch am Tier) sein, kann durch die Teilnahme an einem spirituellen Kreis ausgelöst werden, kann durch eine Erfahrung mit Drogen, Sexualität oder eine körperliche Grenzerfahrung wie im Sport bewirkt werden, oder auch durch eine persönliche freud- oder leidvolle Erfahrung, die so überwältigend ist, dass sie unser Wollen und Tun und Machen ausschaltet.

Sich dieser Berührung mit dem tiefen Wesen in uns mehr zu öffnen, bedeutet Sinneserfahrungen zu sammeln und zu verfeinern. Feinfühlig zu werden für die leise Stimme in uns, die in uns hineinfühlen lässt. Das Fühlen „des inneren Körpers“, der sich, wie Eckart Tollei es ausdrückt, an der Schwelle zwischen meiner Identität als Form und meiner Identität als Essenz, meiner wahren Natur befindet.

Das Fühlen ist auch Wesen unserer Arbeit mit Tieren, auch in mich zu fühlen. Das Fühlen in meinen inneren Körper und das äußerliche Fühlen sind oft nicht mehr zu trennen. Während ich mit meinen Händen oder meinem ganzen Wesen in Kontakt mit dem Tier gehe, erlebe ich Wege aus der Verflachung, die wir mit der ewigen Zeitnot in unserem Alltag erfahren. Wahrzunehmen ohne zu werten ist eine der so wichtigen „Exerzitien“ der Ausübenden der Tellington Arbeit. Genau das lernen wir auch mit uns selbst zu tun. Nur eine Wahrnehmung ohne gleichzeitige Wertung öffnet mir den Weg zu tieferen Dimensionen meines Erfühlens und Seins.

Vielleicht ist das auch eine Erklärung, warum es Vielen schwer fällt, zu Hause die Tellington-Arbeit anzuwenden, da sie etwas mit der Tiefe des Seins zu tun hat und nicht in Hast und Eile des alltäglichen Lebens zu bewältigen ist. Aus einer Ebene des Seins in diese andere zu gehen bedeutet meist, Widerständen zu begegnen. Und diese erkennt man oft daran, dass sie zu uns sagen: „Dazu hast du jetzt keine Zeit!“

Die Berührung von Tiefe ist aber vielleicht auch der Grund, warum Viele unserer Auszubildenden die Kreise lieben, in denen wir gemeinsam die Zeit anhalten und in die Verbundenheit mit dem Leben eintauchen. Es mag auch die Erklärung dafür sein, warum ich in meiner Arbeit mit Tieren vielfach die Zeit vergesse – denn plötzlich existiert sie nicht mehr. Was ja stimmt.

i siehe Eckhart Tolle: Die Kraft der Gegenwart, S 124

Zwei- und vierbeinige Liebe

Liebe, was ist denn das? 

Copy Right Bibi Degn

Freundesliebe, Partnerschaft, erwiderte und nicht erwiderte Liebe, platonische und erotische Liebe, selbstlose Liebe, Liebe auf den ersten Blick, Mutter-und Vaterliebe, Nächsten- und Feindesliebe, Verliebtheit, Liebe zur Natur, mystische Liebe, und last, but not least: Selbstliebe. Wenn man von Liebe spricht, kann es eigentlich sehr viel Verschiedenes sein- aber eines bleibt: Es ist dieses Gefühl das wir alle kennen und herauslocken können, wenn wir an uns einen Herz-TTouch machen! 

Schmetterlinge im Bauch?

Ich war perplex. Ich weiß nicht mehr, wer es war- aber sie sagte zu mir: „Ich hasse es, wenn ich verliebt bin”. Sind doch sonst die Verliebten immer euphorisch? Nach längerem Nachdenken konnte ich verstehen. Alles was wichtig war (und vernunftsmäßig auch ist) wird plötzlich völlig unwichtig: Die Menschen, denen man verbunden ist, werden vernachlässigt, Termine abgesagt, wichtige Prüfungen verlegt, man tendiert zu Fehleinschätzungen und lässt sich auf Wagnisse ein, die, naja…. Verliebtheit bringt unser Leben ganz schön durcheinander. Verliebtheit dauert, habe ich gelesen, ein Jahr, oder eineinhalb Jahre, dann ist die Zeit mit diesem besonderen Hormon-Cocktail vorüber. Wenn man Glück hat, wird Liebe draus. Wer Verliebtheit nie erlebt hat, fragt sich, ob er/sie etwas Wesentliches versäumt hat. Vielleicht nicht. Beziehungen scheinen recht unabhängig von der großen Verliebtheit manchmal hervorragend und manchmal nicht zu funktionieren. Weil die Verliebtheit nicht alles ist, vielleicht sogar gar nicht so wichtig – jedenfalls ist es etwas anderes als Liebe.
Wir reden außerdem hier von Tieren und nicht von Zweierbeziehungen. Auch da gibt es das, oder? Die Hingezogenheit zu einem Tier, das so gar nicht dem entspricht, was die Vernunft gesagt hat und was alle Freundinnen und die Tierärztin nach der Ankaufsuntersuchung raten – dennoch muss es eben sein. Aber auch hier- Beziehungen funktionieren oft ganz unabhängig von der großen Verliebtheit hervorragend. Es gibt ebenso viele Mensch-Tier-Beziehungen, die sich erst langsam aus dem Schlamm wühlen müssen, wie es jene mit der Liebe auf den ersten Blick gibt, jene, bei denen man im ersten Moment weiß, dass man füreinander bestimmt ist.

Man läuft Gefahr, ein bisschen zu weinen…

Man läuft Gefahr, ein bisschen zu weinen, wenn man sich hat zähmen lassen…”, sagt A. de Saint Exupérie im kleinen Prinzen. Man läuft auch Gefahr, ein bisschen zu weinen, wenn man Liebe zulässt. Weiterlesen

Muss man Tiere einschüchtern?

Einschüchterungs – Versuche gegenüber Tieren

Seit ich mit Tieren arbeite, begegnen mir Meinungen, dass man Tiere auf eine gewisse Art einschüchtern müsse.

Ich möchte in ein paar Zeilen teilen, warum ich in der Arbeit mit Pferden, wie mit Hunden oder anderen Tieren auf körperliche und psychische Einschüchterung zu verzichten trachte:

Die Bandbreite ist groß: Von lauten Worten, über Wedeln mit Gegenständen, aufstampfen, Zufügen von Schmerzen, das Bewirken von Angst auf die eine oder andere Weise. Ich möchte all das vermeiden. 

Der erste Grund ist, weil ich gerne auf Freundschaft setze– und auch meine Freund*innen nicht einschüchtere, um sie zu solchen zu machen. Und es kann ganz schön schief gehen, wenn ich im Tiertraining auf Einschüchterung setze.

Einschüchterung, die vom Timing und konsequenten Einsatz nicht perfekt ist, läuft auf Misshandlung heraus. Da ich mich also mit Timing und Konsequenz auseinander setzen muss, kann ich die Ziele auch mit positiver Verstärkung erreichen.

Die Bandbreite ist groß: Von lauten Worten, über Wedeln mit Gegenständen, aufstampfen, Zufügen von Schmerzen, das Bewirken von Angst auf die eine oder andere Weise. Ich möchte all das vermeiden. 

Der erste Grund ist, weil ich gerne auf Freundschaft setze– und auch meine Freund*innen nicht einschüchtere, um sie zu solchen zu machen. Und es kann ganz schön schief gehen, wenn ich im Tiertraining auf Einschüchterung setze.

Einschüchterung, die vom Timing und konsequenten Einsatz nicht perfekt ist, läuft auf Misshandlung heraus. Da ich mich also mit Timing und Konsequenz auseinander setzen muss, kann ich die Ziele auch mit positiver Verstärkung erreichen.

Einschüchterung treibt Tiere in die Ecke. Ist der Ausweg in erwünschtes Verhalten nicht erkennbar oder machbar, kann sehr unerwünschtes Verhalten auftreten: gefährliche Situationen entstehen (man denke an den Hund, der eingeengt wird – oder an ein Pferd auf der Anhängerrampe)

 Einschüchterung führt zu Meideverhalten: Die Tiere lernen, dem Menschen aus dem Weg zu gehen. Vielfach lernen sie auch schlicht, dass ein Verhalten dann gefährlich ist, wenn ein Mensch in der Nähe ist (das Klauen vom Tisch zB). 

Der Verlust von Vertrauen führt zu einem Verlust an Einfluss.

Da Einschüchterung auch oft dazu führt, dass Tiere ein Verhalten einstellen, lädt es die Halter*innen zu weiteren Einschüchterungs-Aktionen ein – das heißt, es verändert unser Menschen-Verhalten hin zu mehr Gewalttätigkeit, einer Eskalation der Misshandlung: Einerseits gewöhnen sich Tiere an Strafreize, andererseits tendieren Menschen dazu, diese Strafreize weiter zu erhöhen, wenn er gewünschte Erfolg nicht eintritt.
Die Verunsicherung macht Tiere weniger kreativ in der Zusammenarbeit: Sie werden zögerlich, Neues auszuprobieren.

Einschüchterung erhöht die Emotionalität. Überlegtes Handeln wird unwahrscheinlicher. Bei Mensch (Trainer*in) und Tier. Verhalten, das bereits emotional gesteuert ist (Unsicherheit) kann durch Einschüchterung nicht umgekehrt werden.

  Einschüchterung führt zu Verunsicherung und Stress. Das Gehirn kann unter Stress wesentlich schlechter lernen, als in einem Modus der Ruhe und des Vertrauens. Die Entscheidungen im Stress sind von Überlebensstrategien geprägt (Flucht, Kampf, Erstarren). Einschüchterung kann zu reaktivem Verhalten führen, das ohne warnende Vorzeichen auftreten und das Tier selbst, wie das Umfeld gefährden kann.

 

Körperbänder

Körperbänder für Pferde

„Von den Hunden kennen wir Untersuchungen zur Benützung von „thundershirts“. Welche Erfahrungswerte gibt es mit dem Körperband bei Pferden?“
Diese Frage wurde mir auf der Jahrestagung der ffp in Freising gestellt. Ich fand die Frage interessant. Für mich ist es so zielführend, Körperbänder zu benutzen. So wundere ich mich, warum das nicht Alle tun.

Diese lustige Momentaufnahme machte Leonie Hochrein. Sie entstand anlässlich eines Jungpferdekurses. Auch ein ‚Körperband‘ – aber besonders interessant – ist die Kopfbandage, oft auch Denkermütze genannt. Mehr dazu unten. 

Ein Körperband ist eine elastische Bandage, die man an den Körper eines Pferdes legt. Weder soll sie straff gezogen werden, noch locker durchhängen, sondern sie soll einen weichen Kontakt machen, um die Propriozeption, die Körper-Selbstwahrnehmung zu unterstützen.

Es gibt folgende Erfahrungswerte über den Einsatz von Körperbändern:

 

Foto: Leonie Hochrein

Junge Pferde lernen, Equipment am Körper zu tragen, sowie sich gurten zu lassen, ohne abzubuckeln und die Erfahrung von Hilflosigkeit zu speichern.

  • Unsicheren Pferden gibt das Körperband Sicherheit
  • Hibbelige Pferde können durch den Einsatz des Körperbandes ruhiger werden
  • Unausgeglichene Pferde gewinnen ein besseres Gefühl für ihren Körper und damit mehr Balance und Stabilität
  • Pferde treten aktiver mit ihrer Hinterhand unter
  • Die vielfach festgehaltene Halsbasis- und Schulter-Partie ist leichter zu lösen.
Die oben genannten Kopfbandagen bewähren sich bei Pferden,
die steigen,
mit dem Kopf schlagen,
sich im Genick fest machen,
unkonzentriert sind,
den Kopf hoch tragen
oder schwierig zu trensen sind.
Mehr Information zu Körperbändern finden Sie in der Broschüre „gut gewickelt“ (für Hunde bzw. für Pferde), zu beziehen im Tellington TTouch Versandhandel, wo man auch Körperbänder bestellen kann.

Hunde-Bodenarbeit mit Spaß und Cavalettis

Ein Seminar zum Thema Cavaletti-Arbeit – spannend! Cavaletti sind seit jeher ein selbstverständlicher Bestandteil der Tellington – Bodenarbeit.
Cavaletti sind ein ebenso selbstverständlicher Bestandteil im Pferdetraining – warum nicht für Hunde!

Foto: L. Hochrein www.roadstori.es

Die Arbeit eignet sich für Hunde aller Größen, kann sehr aktive Hunde zu mehr Ruhe bringen – und sehr ruhige Hunde fröhlich machen. Sie verhilft Sporthunden zu mehr Konzentration, Koordination und Feinmotorik, ist für Familienhunde eine sinnvolle, gesunde Beschäftigung, notfalls auch im Wohnzimmer, ist gut für ältere und rekonvaleszente Hunde, da man sehr gelenkschonend arbeiten kann, fördert Feinmotorik und Geschicklichkeit, dient damit auch der Verletzungsverhinderung, dem Muskelaufbau nach OP etc – Konditionstraining – Spass und Abwechslung – Bindung und Aufmerksamkeit

Als Ausrüstung für den Hund eignen sich:

– Die Bienenleine
– Die Balance-Leine
– Das TTouch Brustgeschirr oder ein Anderes, das gut passt und Ring(e) weit vorne über den Schultern hat
– garnichts: Freifolge bzw. Arbeit mit Targets
Es gilt alles, was man von der Tellington-Bodenarbeit weiß – und hier kann man auch gut etwas mehr Tempo dazunehmen in den verschiedenen Gangarten der Hunde.

Fotos: Leonie, die Liebe…

Ein umfassendes und inspiriernedes Buch (80 Seiten, viele Abbildungen) dazu ist im Cadmos Verlag erschienen: Steffi Rumpf: Cavaletti-Training für Hunde. Gymnastik und Abwechslung für Jederhund. (übrigens sieht man auf Seite 50 „unsere“ Körperbänder an den Beinen eines Hundes)

 

Aber auch auf Youtube gibt es reichlich zu schauen zu diesem Thema. Gut gefallen hat mir ein Beitrag von PapillonHoney&friends – auch weil hier ein kleiner Hund mit seinen tendenziell flinken Bewegungen sehr präzise gearbeitet wird.

Wichtig zu erwähnen ist die Höhe der Cavaletti, weil hier der gesundheitsförderliche Aspekt verloren gehen könnte: Nehmen Sie zunächst Maß an der Höhe des Vorderfußwurzelgelenks (Handgelenks) Ihres Hundes. Und als Hindernisse dienen Ihnen Besenstiele, Dachlatten,  Stöcke, Leitern- oder alles Andere, was so herumliegt und lang und dünn ist.

 

Die Tellington TTouch Methode

Die Tellington TTouch® Methode

(c) Bibi Degn

ausdrucken – Text als pdf

Die Tellington TTouch Methode wird in Deutschland seit 1975 für Pferde und seit 1996 für Hunde gelehrt und als Zertifikatslehrgang zur Weiterbildung angeboten. Da diese Methode weder der Hunde-Ausbildung im herkömmlichen Sinne, noch der Heilpraxis klar zuzuordnen ist, soll sie im Folgenden kurz erklärt werden.

Die Tellington-Methode ist ein bewährter Weg, weltweit anerkannt (von Tierärzt/innen, Zooleiter*innen, Hundesportler*innen, Fachverbänden u.v.m.), und wird seit 40 Jahren täglich von Tierbersitzer*innen praktisch angewandt. Die Methode –ursprünglich für Pferde – hat sich aus empirischem Erfahrungsgewinn in einer Zeit entwickelt, als ganzheitliche Zugänge (die Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche, sowie Verhalten)  noch nicht wissenschaftlich untersucht wurden.

Ganzheitlichkeit Weiterlesen

Der DHVE Hundeführerschein

Im DHVE e.V. haben sich namhafte Hundetrainer Verbände zusammen getan, und gemeinsamen einen Hundeführerschein/Sachkundenachweis der Mitgliedsverbände erstellt.  Die App dazu ist erhältlich, das Buch erscheint in Kürze.

Die Zusammenarbeit im DHVE eröffnet eine neue Möglichkeit für Tellington TTouch Practitioner: Die Abnahme von Prüfungen für den Hundeführerschein bzw. den Sachkundenachweis für Hundehalter. Mehr dazu man allen Practitionern zu. Eine fünftägige Prüferschulung wird vom 14.-20.03.2016 angeboten, der Termin ist mit Sicherheit bald ausgebucht.Bitte meldet euch umgehend, die Anmeldung wird bald geschlossen sein. Voraussetzung: Practitioner 1 mit viel praktischer Erfahrung, ich berate euch gerne!